„Der Tag bot den Ehrenamtlichen eine tolle Gelegenheit, sich persönlich kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und ihr Netzwerk weiter auszubauen“, berichtet Bibi Linden, Projektleiterin. „Die Biberschützerinnen und Biberschützer stehen zwar auch über eine Messengergruppe und per E-Mail miteinander in Kontakt, für viele war es jedoch das erste Wiedersehen seit dem Abschluss ihrer Ausbildung. Gleichzeitig konnten sich die Absolventinnen und Absolventen des ersten und zweiten Ausbildungsdurchgangs erstmals persönlich begegnen.“
Diskutiert wurde unter anderem, wie vorhandene Daten zu Bibervorkommen unkompliziert ausgetauscht werden können und wie Ehrenamtliche mit Konflikten umgehen, etwa wenn Biberdämme wiederholt illegal beschädigt oder zerstört werden. Am Nachmittag führte eine kleine Exkursion zu einem Biberrevier am Vierthaler Teich nahe dem Maschsee. „Dass es mitten in einer Großstadt und trotz des vielen menschlichen Trubels ein Biberrevier gibt, hat viele Teilnehmende wirklich beeindruckt“, erzählt Linden.
Am Abend öffnete der NABU Niedersachsen die Veranstaltung für die Öffentlichkeit und lud zu einem besonderen Multivisionsvortrag des Naturfotografen und Biberexperten Christian Kutschenreiter ein. Gemeinsam mit seiner Frau gelang es ihm, das Vertrauen einer freilebenden Biberfamilie zu gewinnen und seltene Einblicke in deren Familienleben zu erhalten.
Wer sich in Niedersachsen ebenfalls für den Biberschutz engagieren und dem Netzwerk anschließen möchte, ist willkommen. Interessierte können sich per E-Mail an Biberschutz@NABU-Niedersachsen.de an das Projektteam wenden. Im Winterhalbjahr soll der dritte Ausbildungsgang zum NABU-Biberschützenden starten. Weitere Informationen sollen demnächst im Internet unter www.niedersachsen.nabu.de veröffentlicht werden.