Kreative Auseinandersetzungmit Antisemitismus
Jugendliche aus Barsinghäuser Schulen werden von Siegfried-Lehmann-Stiftung ausgezeichnet

Wichtiges Projekt: Schüler aus Barsinghausen setzen sich mit dem Thema Antisemitismus auseinander.foto: privat
Barsinghausen. Die Siegfried-Lehmann-Stiftung hat den Schülerwettbewerb mit einer feierlichen Preisverleihung abgeschlossen. Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Barsinghausen hatten sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Thema „Antisemitismus“ auseinandergesetzt und vielfältige Beiträge eingereicht. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichte Sybille Busse, Vorstandsmitglied der Stiftung, die Auszeichnungen an Schülerinnen und Schüler der Lisa-Tetzner-Schule und des Hannah-Arendt-Gymnasiums.

Der Wettbewerb richtete sich an Jugendliche der Klassen sieben bis 13 und behandelte das Oberthema „Antisemitismus“. Die Teilnehmenden setzten sich mit der Vergangenheit, der Gegenwart und einer Zukunft ohne Antisemitismus auseinander. Ziel war es, das Thema auf kreative Weise zugänglich zu machen und die Teilnehmenden zu einer eigenen Auseinandersetzung anzuregen.

Die eingereichten Arbeiten zeigten eine große Bandbreite an Ideen und Ausdrucksformen. Die Beiträge reichten von selbst komponierten Musikstücken und Quizformaten über gebaute Modelle bis hin zu digitalen Büchern und Aufführungen zu Stolpersteinen. Sie setzten sich auf unterschiedliche Weise mit historischen Hintergründen, aktuellen Entwicklungen und Zukunftsperspektiven auseinander.

„Die eingereichten Projekte haben genau das erreicht, was Ziel des Wettbewerbs war: eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema. Alle Beiträge haben dies auf kreative und überzeugende Weise umgesetzt. Daher ist es uns im Vorstand nicht leichtgefallen, einzelne Arbeiten besonders hervorzuheben“, sagt Bürgermeister und Vorsitzender der Siegfried-Lehmann-Stiftung Henning Schünhof.

In der Sekundarstufe II wurden zwei Projekte mit jeweils 500 Euro ausgezeichnet. Prämiert wurden selbst komponierte Musikstücke sowie ein digitales Buch, das sich mit der historischen Entwicklung auseinandersetzt und Zeitzeugen porträtiert. Beide Einreichungen stammen von Schülerinnen und Schülern des Hannah-Arendt Gymnasiums. In der Sekundarstufe I erhielten mehrere Projekte jeweils 400 Euro. Dazu zählen unter anderem ein selbst gebautes Modell sowie verschiedene Projekte der KGS – darunter Collagen zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Arbeiten zu Stolpersteinen sowie gestaltete Sticker. Auch ein Prwojekt der Lisa-Tetzner-Schule, bei dem ein Instagram-Account zum Thema entwickelt und bespielt wurde, wurde ausgezeichnet.

Eine besondere Einzelleistung wurde ebenfalls gewürdigt: Emma Luise Reiner vom Hannah-Arendt-Gymnasium erhielt für einen eigenständig verfassten Aufsatz ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro.

Die Siegfried-Lehmann-Stiftung setzt sich in Barsinghausen für Bildung, Erinnerungskultur und demokratische Werte ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit der Geschichte sowie auf der Sensibilisierung für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie Antisemitismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. Mit Projekten wie dem Schülerwettbewerb möchte die Stiftung junge Menschen dazu anregen, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und eigene Standpunkte zu entwickeln. RED
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