Bislang, denn der Mannschaft der Grundschule auf dem Hagen ist jetzt ein beachtenswerter Erfolg gelungen: Das Team um Betreuer Thorben Kawentel hat überraschend die Endrunde des Grundschulwasserballturniers im Olympiastützpunkt in Hannover gewonnen.
Teilgenommen haben die fünf besten Schulmannschaften aus den Regionen Hannover und Wolfenbüttel. Für den nicht erwarteten Erfolg hatte Kawentel eine einfache Erklärung: „Die anderen Schulen waren sehr gut, nur waren wir einfach ein bisschen besser. Gerade das letzte Spiel gegen den Altmeister, Grundschule am Geitelplatz, war sehr spannend.“
Nach drei vorangegangenen Siegen reichte den Empeldern in dieser Partie schon ein Unentschieden. Ein 3:3 gab schließlich den Ausschlag für den Außenseiter gegen den Titelverteidiger aus Wolfenbüttel, der damit nur den vierten Platz belegte.
Zweiter wurde die Grundschule Tiefenriede vor dem Team aus Wettbergen. Rang fünf ging an Mellendorf. Die Teilnehmer hatten sich jeweils in Vorrundenturnieren durchgesetzt.
Die Grundlage des Empelder Pokalsieges bildet ein Angebot des frisch gebackenen Deutschen Wasserballmeisters Waspo 98 Hannover, das die Kinder in der Grundschule im Rahmen des Ganztagsunterrichtes seit zwei Jahren nutzen können. In der AG, die regelmäßig im Lehrschwimmbecken an der Barbarastraße übt, sollen eigentlich nur die Grundkenntnisse des Wasserballsports vermittelt werden, wie es auf der Internetseite der Schule zu lesen ist. Bewegung, das Werfen und Fangen im Wasser sowie Spaß und Spiel stehen demnach im Mittelpunkt. Allerdings lernen die Kinder offenbar schnell. „Mir macht Wasserball immer sehr viel Spaß, egal ob Turnier oder Training“, schwärmt Elsa Reinhardt, die dies mit ihren Mitspielern Lukas Llas, Benedict Kurz, Georg Richert, Nikita Heil, Elias Niedballa und Yunus Korkmaz in Hannover bewiesen hat.
„Es hat mir viel Spaß gemacht, weil die Spiele fair waren und Wasserball super ist“, fasst Nikita Heil das Erlebnis zusammen.
„Wir sind sehr zufrieden mit den Teamergebnissen und individuellen Leistungen“, sagt Endrik Wiegmann, der als Leiter der Oberschule Peter Ustinov in Hannover-Ricklingen diesen Wettkampf im Rahmen der Berufsorientierung bereits zum vierten Mal gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern für den Nachwuchs organisiert und durchgeführt hat.
Ustinov beschreibt das Turnier als eine „Win-win-Situation“. Denn neben dem Nutzen für seine Schüler und dem Spaß für die Wasserballkinder nutzt der Wasserballverband die Veranstaltung gleichsam als Talentsichtung. So befanden sich mit Nachwuchslandestrainer Milan Sagat und dem Bundesstützpunktleiter Holger Rähse zwei Fachmänner unter den Zuschauern und hätten „beachtliche Leistungen“ sehen können.
Die Kinder lernen in dem Mannschaftssport allerdings auch Gemeinschaft und Zusammenhalt kennen – vor allem dann, wenn es im Team so gut läuft wie bei der Grundschule auf dem Hagen. „Es hat mir gut gefallen, dass wir so gut gepasst und dann unsere Tore gemacht haben“, sagt Lukas Llas: „Keiner wurde ausgelassen.“