Diese Leidenschaft brachte die beiden Talente nun zu einem besonderen Erlebnis: Beim U13-Länderpokal standen sie für die Auswahl Niedersachsens auf dem Feld. Julian lief im Sturm auf, Dean verstärkte die Abwehr. Beide spielen seit ihrem siebten Lebensjahr bei den Empelde Maddogs.
Vor dem Turnier bereitete sich die niedersächsische Auswahl bei einem Lehrgang in Lüneburg auf die Titelkämpfe vor – und die intensive Vorbereitung zahlte sich aus. Das Team erreichte das Halbfinale und belegte am Ende den vierten Platz.
Schon in der Vorrunde zeigte Niedersachsen starke Leistungen. Gegen Berlin und Bayern gab es jeweils ein Unentschieden. Gegen Brandenburg und den späteren Turniersieger Nordrhein-Westfalen setzte es knappe Niederlagen, während Baden-Württemberg bezwungen wurde.
Im Halbfinale traf Niedersachsen erneut auf Nordrhein-Westfalen. Die Favoriten setzten sich mit 3:2 durch. Auch im Spiel um Platz drei blieb es eng, doch Bayern gewann mit 4:2.
Für Julian und Dean war das Turnier dennoch ein voller Erfolg. Besonders in Erinnerung bleiben ihnen die Begegnungen mit Spielern aus anderen Vereinen. „Wir haben viele neue Kontakte geknüpft“, berichten die beiden. Vor allem zu Spielern aus Lüneburg und Wilhelmshaven entstand ein engerer Austausch. Im normalen Ligabetrieb treffen sie diese meist nur als Gegner.
Dabei spielt für beide der Teamgedanke eine große Rolle. Nicht nur innerhalb ihrer Mannschaft, sondern auch über Vereins- und Landesgrenzen hinweg. Die neuen Freundschaften reichen inzwischen bis nach Berlin.
Nun richtet sich der Blick wieder auf den Alltag bei den Empelde Maddogs. Dort wollen Julian und Dean ihren Meistertitel verteidigen und mit ihrem Team zum vierten Mal in Folge die Meisterschaft gewinnen.
Die Zukunft haben die beiden ebenfalls bereits im Blick. Um auf den nächsten Schritt vorbereitet zu sein, trainieren sie schon jetzt regelmäßig mit der U16. Spätestens 2027 steht der altersbedingte Wechsel in die höhere Altersklasse an. Angst vor größeren Gegenspielern hat Dean dabei nicht. Als Verteidiger kennt er ohnehin keine Furcht – auch dann nicht, wenn die Gegner oft einen Kopf größer sind als er.