Mehr als 40.000 Eurofür den Fuchsbau
Lions-Club „Deister“ Calenberger Land fördert zahlreiche Projekte im Calenberger Land.Einen großen Teil der Unterstützung erhalten trauernde Kinder und Jugendliche.

Besuch im Fuchsbau: Leiterin Gaby Neuber (von links) mit Lions-Club Präsidentin Brigitte Gellert, Kalender-Verantwortlicher Karola Bernhards und Schatzmeister Hans-Joachim Rohde.foto: privat
Barsinghausen. Mehr als 40.000 Euro hat der Lions Club Deister Calenberger Land seit 2013 an den Fuchsbau gespendet. Das Geld stammt aus dem Verkauf des jährlichen Adventskalenders des Clubs und hilft dabei, die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche in Barsinghausen langfristig zu sichern. Bei einem Besuch in der Einrichtung an der Hinterkampstraße informierte sich nun eine Delegation des Lions Clubs über die aktuelle Arbeit des Vereins.

Als der Lions Club vor gut einem Jahrzehnt seinen ersten Adventskalender herausbrachte, war das Ziel klar: Mit einer wiederkehrenden Aktion sollten möglichst viele soziale Projekte im Calenberger Land unterstützt werden.

„Der Lions-Club Deister war gerade mal zwei Jahre alt, als wir unseren ersten Adventskalender aufgelegt haben“, erinnert sich Projektkoordinatorin Karola Bernhards. Dank zahlreicher Sachspenden regionaler Unternehmen können jedes Jahr attraktive Gewinne verlost werden. Für fünf Euro erhalten Käufer nicht nur einen Adventskalender, sondern zugleich die Chance auf einen der Preise.

Der Erfolg der Aktion ist beachtlich: Nach Angaben des Clubs wurden seit 2013 insgesamt mehr als 136.000 Euro an gemeinnützige Projekte ausgeschüttet. Der Fuchsbau gehört von Beginn an zu den regelmäßigen Empfängern.

Während ihres Besuchs wurden die Lions-Mitglieder von Fuchsbau-Leiterin Gaby Neuber durch das Haus und den Garten geführt. Dabei erläuterte sie, welche Bedeutung die kontinuierliche Unterstützung für die Einrichtung hat.

Besonders wertvoll sei, dass die Spenden überwiegend nicht an bestimmte Projekte gebunden seien. Dadurch könne der Verein die Mittel dort einsetzen, wo sie am dringendsten benötigt würden.

„Mit seinen jährlichen Spenden aus dem Kalendererlös ermöglicht uns der Lions-Club eine wichtige Basisfinanzierung, damit wir uns voll auf die Begleitung der etwa 60 Kinder konzentrieren können“, sagte Neuber.

Die eigentliche Trauerbegleitung umfasst gemeinsame Gespräche, kreative Angebote, gemeinsame Mahlzeiten und Aktivitäten, die Kindern und Jugendlichen helfen sollen, mit dem Verlust eines nahestehenden Menschen umzugehen. Die größten Kosten entstehen jedoch an anderer Stelle.

So müssen unter anderem die Gehälter hauptamtlicher Koordinatoren, die Miete des Hauses an der Hinterkampstraße, Energie- und Betriebskosten sowie Fortbildungen für die ehrenamtlichen Trauerbegleiter finanziert werden. Rund zwei Dutzend Ehrenamtliche engagieren sich derzeit im Fuchsbau.

Für Neuber sind deshalb langfristige Partner wie der Lions Club von besonderer Bedeutung. Die regelmäßigen Zuwendungen schaffen Planungssicherheit und ermöglichen es dem Verein, sich auf seine eigentliche Aufgabe zu konzentrieren: Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in schwierigen Lebensphasen beizustehen.

Während die diesjährige Adventskalender-Aktion noch einige Monate entfernt ist, laufen die Vorbereitungen bereits. Karola Bernhards und ihre Mitstreiter sind nach eigenen Angaben schon dabei, Sponsoren und Preise für die nächste Auflage zu gewinnen. Fest steht dabei bereits: Auch künftig soll ein Teil der Erlöse wieder dem Fuchsbau zugutekommen.

Der Verein begleitet derzeit mehr als 60 Kinder und Jugendliche sowie deren Familien. Ziel ist es, einen geschützten Rahmen zu schaffen, in dem Trauer verstanden, verarbeitet und Schritt für Schritt neu geordnet werden kann.

Weitere Infos gibt es unter www.trauerfuchsbau.de.

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