Wer mit Schmerzen, Schwindel oder anderen akuten Symptomen vor dieser Entscheidung steht, verfügt in der Regel nicht über Laborwerte, Röntgenbilder oder medizinische Erfahrung. Die Diagnose steht meist erst am Ende des Arztbesuchs fest. Die Entscheidung, wohin man geht, muss aber vorher getroffen werden.
Um Patienten dabei zu helfen, gibt es längst Angebote wie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117. Das ist ein wichtiger Schritt. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen aber auch, dass sich die Herausforderungen in den Notaufnahmen dadurch nicht grundlegend gelöst haben.
Genau deshalb erscheint der Weg, den das KRH einschlägt, sinnvoll. Denn die Antwort auf steigende Patientenzahlen kann nicht allein darin liegen, Menschen auf die richtige Anlaufstelle hinzuweisen. Sie muss auch darin bestehen, die Notaufnahmen selbst so aufzustellen, dass Patienten schneller und verlässlicher versorgt werden können.