Im Mittelpunkt standen die Leistungen der Pflegeversicherung, Fragen zur Antragstellung sowie Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung. „Der Abend hat gezeigt, wie groß der Bedarf an verständlichen und persönlichen Informationen rund um das Thema Pflege ist. Die Teilnehmenden waren sehr interessiert und haben die Gelegenheit zum direkten Austausch intensiv genutzt“, sagte die Seniorenbeauftragte Esther Kretschmer. „Besonders wichtig ist es, den Menschen frühzeitig Orientierung zu geben und ihnen konkrete Ansprechpartner an die Seite zu stellen.“
Der Senioren- und Pflegestützpunkt Calenberger Land bot Informationen zu den einzelnen Pflegegraden und zur Antragstellung, Unterstützung bei Überlastung von pflegenden Angehörigen sowie die Vermittlung zur Wohnraumberatung. Auch die Beratung zu Bescheiden – insbesondere im Falle von Ablehnungen – gehört zum Angebot. Erläutert wurde zudem das Begutachtungsverfahren, bei dem die Pflegebedürftigkeit anhand von fünf Modulen festgestellt wird.
Ergänzend informierten Vertreter der Stadt Barsinghausen über die „Hilfe zur Pflege“. Dabei wurde aufgezeigt, unter welchen Voraussetzungen das Sozialamt Kosten übernimmt, wenn Einkommen, Rente und Leistungen der Pflegekasse nicht ausreichen, um beispielsweise die Kosten einer vollstationären Pflege zu decken.
Auch Fragen zur Anrechnung von Vermögen sowie zu früheren Schenkungen an Angehörige wurden thematisiert. Die Referierenden machten deutlich, dass jede Situation individuell geprüft wird und eine persönliche Beratung jederzeit möglich ist. Die Bearbeitung eines erfolgt zeitnah. Anfragen können an soziales@stadt-barsinghausen.de gerichtet werden.