30-Jahr-Feier und Konzert
Jubel bei der Stadtkantorei Gehrden: Im Rahmen einer Kulturförderung erhält sie bis zu 8000 Euro

Freuen sich über die Förderung: Vorsitzende Ulrike Rollwage (links) und Chorleiter Martin Kohlmannfoto: Celine Meinel
Gehrden. Es hat geklappt: Zum vierten Mal erhält die Stadtkantorei Gehrden Geld von der Region Hannover. In diesem Jahr handelt es sich dabei um eine projektgebundene Kulturförderung. Die Summe von fast 8000 Euro ermöglicht es dem Chor, im Juni ein großes Konzert zu veranstalten.

Nicht nur die Bewilligung des Förderantrags, sondern auch sein 30-jähriges Bestehen feiert der stadtbekannte Chor in diesem Jahr. Seit 2017 hört die 40 Personen starke Truppe auf Chorleiter Martin Kohlmann. Seine Aufgabe ist es nun, bis zum Konzert im Juni ein rundes Programm zusammenzustellen. „Dass alles später gut zusammenpasst, ist das Allerwichtigste“, betont Kohlmann bei einer Probe im Bürgersaal.

Das geplante Konzert, für das bereits seit vergangenem Oktober geprobt wird, widmet sich den geistlichen Werken der Brüder Joseph und Johann Michael Haydn, zwei der bedeutendsten Komponisten der Wiener Klassik. Die Aufführung des etwa einstündigen Programms mit zwei Kompositionen über das Te Deum sowie einem Requiem wird am 14. Juni in der Michaeliskirche in Ronnenberg zu erleben sein. Beginn ist bereits um 17 Uhr, damit im Anschluss problemlos das WM-Deutschland-Spiel geschaut werden kann.

Am Spaß bei den Proben und untereinander mangelt es der Truppe nicht, erzählt Chormitglied Elisabeth Wetzel. „Im Anschluss an die Proben gehen wir manchmal noch in die Kneipe und haben einen geselligen Abend. Ein Mitglied ist schon über 90. Auch sie ist regelmäßig mit dabei.“

Ein Konzert mit diesem Planungsaufwand sei für den Chor nur ein- bis zweimal im Jahr möglich, sagt Kohlmann. Eine finanzielle Unterstützung sei dabei unerlässlich. Neben Mitteln von der Region erhält der Chor auch Förderung durch die Bürgerstiftung Gehrden. Dank der zusätzlichen Gelder könnten nun freie Sängerinnen und Sänger als Solisten engagiert werden, erklärt die Vorsitzende Ulrike Rollwage. Auch das hannoversche Barockorchester Concerto Ispirato könne wie geplant für das Konzert verpflichtet werden. „Zusätzlich haben wir Kosten für Eintrittskarten, Programmhefte und die Location, die wir stemmen müssen“, ergänzt Rollwage.

Die beantragten 8000 Euro werden von der Region vermutlich nicht vollständig ausgeschüttet. Die Förderung soll rund 50 Prozent der Gesamtausgaben abdecken. Aktuell rechnet der Chor mit Gesamtkosten von etwa 13.000 Euro.

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