Mit Hochdruckreinigerund Heckenschere
Freiwillige helfen, den Wasserpark Wennigsenfür die neue Freibadsaison vorzubereiten

Im Einsatz: Wolfgang Schiemann schneidet eine Hecke mit seiner elektrischen Schere.foto: Stephan Hartung
Wennigsen. Einen Ausblick auf den Sommer gibt es schon im Eingangsbereich des Wennigser Wasserparks. Auf einer Tafel steht mit Kreide geschrieben: „Lufttemperatur 24 Grad, Wassertemperatur 20 Grad“. Ist das noch vom Vorjahr? „Ach, da hat sich jemand wohl nur einen Scherz erlaubt“, sagt Martin Dankert und lacht. Er ist der Vorsitzende des Wasserparks. Der Trägerverein hat zum Frühjahrsputz aufgerufen. Freiwillige sind gekommen und helfen mit, das Freibad für die Saison vorzubereiten.

Zu den Helfern gehört auch Hartmut Wittrien. „Ich habe die Hand gehoben – und schon wird man verhaftet“, sagt er und lacht. Mit einem großen Reinigungsgerät, das wie viele weitere Ausrüstungsutensilien vom Wasserpark gestellt wird, säubert er den Holzboden auf dem Steg am großen Becken. Weil er oft als Badegast im Wasserpark ist, liege ihm das Areal sehr am Herzen, sagt er.

Zwischendurch geht seinem Hochdruckreiniger das Wasser aus. Dankert holt neues, füllt den Tank wieder auf. „Das ist gar nicht so einfach hier mit dem Holz“, sagt Wittrien, während er eine kurze Zwangspause einlegt, bevor es für ihn weitergehen kann. „Und dabei habe ich mich anders als im letzten Jahr nicht für das Beachvolleyballfeld entschieden.“

Natürlich wird im Wasserpark im Grundsatz jeden Tag gearbeitet, „und man darf auch nicht nachlassen, sonst kommt man nicht mehr hinterher“, wie Dankert sagt. Es sei wie bei einem Haus, das werde auch nie fertig. „Aber wir mussten jetzt mit diesen Aktionstagen anfangen, um erst mal eine Grundreinigung reinzubringen.“ Im Vorjahr habe man erstmals zu solchen Arbeitseinsätzen aufgerufen. „Das kam gut an, das war ein schönes Miteinander, um sich gemeinsam um das Bad zu kümmern.“

Auf dem Programm stehen insbesondere die Pflege von Grünanlagen und des großen Beckens, in das später rund 200 Kubikmeter Wasser gefüllt werden. Das Nichtschwimmerbecken hat der Trägerverein mit seinem Team gereinigt und bereit für die Saison gemacht. Auch Minijobber waren dabei im Einsatz.

Einige Meter weiter ist Wolfgang Schiemann beschäftigt. Er hat Kopfhörer auf den Ohren – aber nicht nur zum Schutz vor dem Krach seiner elektrischen Heckenschere. „Ich höre Musik, dabei kann ich mich besser konzentrieren“, sagt er. Für den Grünschnitt, den er mit sichtlichem Engagement für „seinen“ Wasserpark absolviert („Ich lebe seit 1982 in Wennigsen“), hat er sein eigenes Gerät mitgebracht.

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„Dann weiß ich auch sicher, dass der Akku nicht leer ist“, meint Schiemann, der in den vergangenen Jahrzehnten schon oft im Wasserpark war. „Vor allem früher mit den Kindern.“ Auf eine gute Saison hofft er auch in diesem Sommer. „Wir haben bestimmt Glück mit dem Wetter“, sagt er, setzt seine Kopfhörer wieder auf und die Heckenschere erneut an.

Weitere Arbeitseinsätze stehen am 25. April und am 2. Mai an – jeweils von 9 bis 13 Uhr. Vielleicht gibt es dann schon höhere Temperaturen in Luft und Wasser. Denn einen vorsichtigen Plan haben die Verantwortlichen bereits. „Wir würden gern am 10. Mai den Wasserpark und damit die Saison eröffnen – das würde gut zum Deistertag passen“, sagt Dankert.

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