1,6 Millionen Euro vom Land für neues Feuerwehrhaus
Staatssekretär Stephan Manke übergibt in Benthe symbolisch einen Scheckan Ronnenbergs Bürgermeister Marlo Kratzke

Warmer Geldsegen: Stephan Manke (Dritter von rechts) übergibt symbolisch den Scheck über 1,6 Millionen Euro an Bürgermeister Marlo Kratzke. Es freuen sich mit dem Verwaltungschef Torsten Kölle (von links), Carsten Ebel, Gunnar Scheele und Frank Schulz.foto: Stadt Ronnenberg
Benthe. Große Freude bei der Feuerwehr Benthe und der Stadt Ronnenberg: Staatssekretär Stephan Manke aus dem niedersächsischen Innenministerium hat bei einem Besuch vor Ort eine Bedarfszuweisung des Landes Niedersachsen in Höhe von 1,6 Millionen Euro übergeben. Für die symbolische Scheckübergabe war Manke extra an den bisherigen Standort des Feuerwehrgerätehauses an der Vogelsangstraße in Benthe gekommen und traf dort auf die Vertreter der Verwaltungsleitung: Bürgermeister Marlo Kratzke (SPD), den Ersten Stadtrat Torsten Kölle und Fachbereichsleiter Frank Schulz.

Die Förderung stellt die höchstmögliche Bedarfszuweisung dar und unterstützt die Stadt Ronnenberg beim geplanten Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Benthe an der Sieben-Trappen-Straße. Das bestehende Gebäude entspricht in vielen Punkten nicht mehr den Anforderungen. Unter anderem ist es zu klein und bietet derzeit lediglich eine Umkleidemöglichkeit – für Frauen und Männer gemeinsam.

„Die Unterstützung des Landes ist für uns ein tolles Zeichen“, sagte Bürgermeister Kratzke. „Der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses ist für eine Kommune eine große finanzielle Herausforderung. Umso wichtiger ist es, dass wir bei solchen zentralen Aufgaben Unterstützung vom Land erhalten.“ Das Bauprojekt soll insgesamt 3,9 Millionen Euro kosten.

Auch Staatssekretär Manke betonte die Bedeutung der Förderung. „Ich sehe dieses Geld als gut angelegt“, sagte er. Das Innenministerium unterstützt 30 besonders finanzschwache Kommunen im Land mit Bedarfszuweisungen für besondere Aufgaben in Höhe von insgesamt rund 18,6 Millionen Euro. Mit dieser speziellen Finanzspritze werden notwendige kommunale Investitionen für sogenannte abwehrende Brandschutzmaßnahmen bezuschusst.

Bei der Übergabe des symbolischen Schecks waren auch Stadtbrandmeister Gunnar Scheele und der Benther Ortsbrandmeister Carsten Ebel anwesend. Scheele sieht in der Förderung ein wichtiges Signal: „Diese Bedarfszuweisung ist eine große Anerkennung für die rein ehrenamtliche Arbeit unserer Feuerwehrleute. Der Neubau des Gerätehauses ist eine Investition in die Zukunft, sowohl für die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehr als auch für die langfristige Entwicklung des Standortes.“ Auch Ebel zeigte sich dankbar für die Unterstützung. „Wir freuen uns sehr über diese Förderung. Sie ist eine klare Wertschätzung unserer Arbeit und ermöglicht uns, künftig unter deutlich besseren Bedingungen zu arbeiten“, sagte der Ortsbrandmeister. „Ein modernes Feuerwehrgerätehaus schafft eine gute Arbeitsumgebung für unsere Mitglieder, und wir hoffen natürlich auch, dass dieses sichtbare Zeichen Menschen motiviert, sich bei uns zu engagieren.“

Mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses sollen die Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Feuerwehrstandort geschaffen werden, der sowohl den Anforderungen an Einsatzbereitschaft als auch den Bedürfnissen der ehrenamtlichen Kräfte gerecht wird.

Derweil soll das alte Gerätehaus unter dem Gesichtspunkt überprüft werden, ob in dem Gebäude nach dem Auszug der Feuerwehr ein Dorftreff entstehen kann. Für die Umsetzung dieser Idee hat sich in Benthe bereits ein Verein gegründet. Förderungen und Spenden sollen dabei helfen, das Projekt zu finanzieren.

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