Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat deshalb im vergangenen Jahr eine Diskussion angestoßen, welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden könnten, um die Menschen in der Innenstadt besser vor der Hitze zu schützen. Denn dort dominieren derzeit Beton, Asphalt und versiegelte Flächen.
„Ausgelöst von der Hitzeperiode wurde intensiv darüber diskutiert“, sagt der Grünen-Fraktionsvorsitzende Heinz Strassmann, „nicht nur bei uns in der Kommune.“ Extreme Hitze ist speziell für kleine Kinder, Vorerkrankte und ältere Menschen besonders gefährlich.
Größere konkrete Maßnahmen wurden aber verschoben, da die Region Hannover derzeit einen neuen Hitzeaktionsplan entwickelt, der im Sommer 2026 vorgestellt wird. Dieser soll als Leitfaden für die Kommunen dienen, um mit den Folgen des Klimawandels umzugehen.
„Wir haben uns das Ziel einer klimaneutralen Region Hannover bis zum Jahr 2035 gesetzt – der fortschreitende Prozess der globalen Erwärmung wird aber nicht abrupt zu stoppen sein“, sagt Regionspräsident Steffen Krach. „Wir müssen daher mit den Maßnahmen zur Klimaanpassung zugleich auch Vorsorge treffen angesichts zunehmender Wetterextreme wie Hitze, Dürre oder Starkregen.“
„Wir wollen abwarten, was die Region als Leitlinie vorgibt und welche Empfehlungen sich daraus ergeben“, sagt Strassmann. Einen direkten Ansatz gab es dann aber doch noch. „Wir wollten trotzdem ein Zeichen setzen und mehr Grün in der Innenstadt sofort umsetzen“, erklärt Strassmann. „Auf der Basis einer Empfehlung des Sanierungsbeirats haben wir gefordert, zwei Bäume am Stein+weg 15 zu pflanzen.“
Auf Hinweis der CDU-Fraktion, dass man sich möglicherweise einengen würde, einigten sich die Parteien auf transportfähige Pflanzen in Kübeln. „Was für Pflanzen und wie groß sie am Ende sind, wird sich noch zeigen“, sagt Strassmann.
Wie sich Gehrdens Innenstadt in der Sommerzeit verändern wird, ist abhängig von den Vorgaben und Ideen der Region. „Der Hitzeaktionsplan wird im Sommer vorgestellt, daran werden wir uns orientieren.“ Einigkeit soll aber schon mal seitens der Politik herrschen. „Die anderen Parteien sitzen alle mit im Boot“, sagt Strassmann.