Der Geschäftsführer bezeichnet die Spende als positives Zeichen: „Sie ist für uns weit mehr als eine finanzielle Hilfe. Sie ist ein starkes Signal, dass unsere Arbeit und unsere Zukunftsplanung für den Klosterstollen in der Region Rückhalt finden.“ Mit der Instandsetzung von Lok 2 werde die Grundlage dafür geschaffen, Technikgeschichte weiterhin lebendig und authentisch vermitteln zu können.
Und das ist nur ein Teil einer großangelegten Modernisierung. Das Besucherbergwerk wird unter dem Motto Zeche 2.0 aufwendig umgebaut. Beschlossen wurde das Projekt bereits vor drei Jahren. Fertig werden sollte es bis zur Landesgartenschau im benachbarten Bad Nenndorf, welche in wenigen Wochen beginnt. Doch daraus wird nichts. „Das war ein sehr ambitioniertes Ziel“, sagt Klatt auf Nachfrage.
Derzeit ist das Museum leergeräumt und die Förderanträge sind gestellt. Aber: Statt rund 300.000 Euro soll das Vorhaben jetzt rund 620.000 Euro kosten. Auf eine Fertigstellung – unter der Voraussetzung genehmigter Förderanträge – hofft Klatt zu Beginn des kommenden Jahres. Aber es gibt auch positive Nachrichten: „Wir arbeiten derzeit an einer Interimsausstellung als Übergang“, so Klatt.
Für das Besucherbergwerk ist die deutliche Verzögerung dennoch ein Dämpfer. „Klar, wäre es schöner gewesen, schon fertig zu sein. Aber manchmal muss man eben erst was investieren, um dann etwas Schöneres zu bekommen“, findet Klatt. Zudem sei die Fahrt in den Klosterstollen auch weiterhin möglich.
Das neue Konzept sieht nach der Fertigstellung thematische Bereiche vor, die kindgerechter und barrierefreier sein sollen. Ein Highlight soll der Nachbau eines Strebs werden, in den man hineinkrabbeln kann. Als Streb bezeichnet man im Bergbau einen schmalen, langen Abbauraum. Und: Künftig sollen auch Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, problemlos in den Stollen einfahren können.