8000 Euro für neue Akkus der Grubenlok
Besucherbergwerk Barsinghausen bekommt Spende überreicht. Doch die Umsetzung des Projektes Zeche 2.0 verzögert sich deutlich.

Neue Akkus für mehr Leistung: Dirk Salzmann (von links) und Wolfgang Schröter von der Robert-Tonn-Stiftung, Wilfried Klatt, Geschäftsführer Alte Zeche, und Bürgermeister Henning Schünhof (SPD) bei der Spendenübergabe. Foto: Besucherbergwerk
Barsinghausen. Das Besucherbergwerk in Barsinghausen soll aufwendig modernisiert werden. Passend dazu gab es jetzt Eine Spende in Höhe von 8000 Euro von der Robert-Tonn-Stiftung. Das Geld soll in die Instandsetzung der Grubenlok 2 und den Austausch der rund 20 Jahre alten Akkus fließen, um sie wieder uneingeschränkt einsetzen zu können. Denn zuletzt musste die Lok 2 immer öfter geladen werden und bot somit weniger Fahrten. „Die Investition sichert nicht nur den laufenden Betrieb, sondern stärkt nachhaltig die technische Infrastruktur des Klosterstollens“, heißt es in einer Mitteilung. Mit dem Austausch der Akkus sind dann alle drei Loks auf einem „guten Stand“, so Wilfried Klatt, Geschäftsführer des Besucherbergwerkes. Die Akkus der anderen beiden Loks sind ein beziehungsweise zehn Jahre alt.

Der Geschäftsführer bezeichnet die Spende als positives Zeichen: „Sie ist für uns weit mehr als eine finanzielle Hilfe. Sie ist ein starkes Signal, dass unsere Arbeit und unsere Zukunftsplanung für den Klosterstollen in der Region Rückhalt finden.“ Mit der Instandsetzung von Lok 2 werde die Grundlage dafür geschaffen, Technikgeschichte weiterhin lebendig und authentisch vermitteln zu können.

Und das ist nur ein Teil einer großangelegten Modernisierung. Das Besucherbergwerk wird unter dem Motto Zeche 2.0 aufwendig umgebaut. Beschlossen wurde das Projekt bereits vor drei Jahren. Fertig werden sollte es bis zur Landesgartenschau im benachbarten Bad Nenndorf, welche in wenigen Wochen beginnt. Doch daraus wird nichts. „Das war ein sehr ambitioniertes Ziel“, sagt Klatt auf Nachfrage.

Derzeit ist das Museum leergeräumt und die Förderanträge sind gestellt. Aber: Statt rund 300.000 Euro soll das Vorhaben jetzt rund 620.000 Euro kosten. Auf eine Fertigstellung – unter der Voraussetzung genehmigter Förderanträge – hofft Klatt zu Beginn des kommenden Jahres. Aber es gibt auch positive Nachrichten: „Wir arbeiten derzeit an einer Interimsausstellung als Übergang“, so Klatt.

Für das Besucherbergwerk ist die deutliche Verzögerung dennoch ein Dämpfer. „Klar, wäre es schöner gewesen, schon fertig zu sein. Aber manchmal muss man eben erst was investieren, um dann etwas Schöneres zu bekommen“, findet Klatt. Zudem sei die Fahrt in den Klosterstollen auch weiterhin möglich.

Das neue Konzept sieht nach der Fertigstellung thematische Bereiche vor, die kindgerechter und barrierefreier sein sollen. Ein Highlight soll der Nachbau eines Strebs werden, in den man hineinkrabbeln kann. Als Streb bezeichnet man im Bergbau einen schmalen, langen Abbauraum. Und: Künftig sollen auch Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, problemlos in den Stollen einfahren können.

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