Plan für Sportstätten in Ronnenberg
Die Stadt will den Sanierungsbedarf ihrer Anlagen ermitteln und priorisieren

Ronnenberg. „Sport ist Teil der kommunalen Daseinsvorsorge: Plätze und Hallen sind für unsere Gesellschaft ebenso wichtig wie Straßen oder Kitas. Sie fördern Gesundheit, Integration, Jugendarbeit und Gemeinschaft.“ Unter dieser Prämisse hat die CDU-Fraktion im Rat der Stadt die Erstellung eines Sportstättenkonzeptes und eines Sanierungsplans für die Sportanlagen innerhalb der Stadt Ronnenberg beantragt. Der zuständige Fachausschuss hat diese Idee einstimmig unterstützt.

Allerdings erinnerte SPD-Fraktionschef Thomas Bensch, daran, dass die Stadt gerade erst ein Sanierungsprogramm für die Fußballplätze aufgestellt hat. Diese Flächen wurden deshalb aus dem CDU-Antrag ausgeklammert. Das neue Programm soll nun die systematische Bestandsaufnahme aller anderen kommunalen Sportstätten – Sporthallen und Nebenanlagen wie Sporthäuser, Umkleidemöglichkeiten, sanitäre Anlagen – sowie Laufbahnen und andere Leichtathletikeinrichtungen umfassen. Dabei sollen auch die Nutzer einbezogen werden.

Der daraus resultierende Sanierungs- und Investitionsplan soll helfen, zu erkennen, wo der größte Handlungsbedarf besteht, und Investitionen zu priorisieren. Diese könnten dann einfacher gegenüber der Kommunalaufsicht begründet werden. Zudem verbessere ein fertiger Plan die Chancen, schnell auf Förderprogramme zu reagieren und davon zu profitieren, argumentiert CDU-Fraktionschef Gerald Müller in seinem Antrag.

Ähnlich argumentierte die SPD bezüglich eines Sanierungsprogramms für Kindertagesstätten. Da mit der bevorstehenden Eröffnung der Kita Ronnenberg V der Bedarf an Betreuungsplätzen in der Stadt gedeckt sei, müsse jetzt der Erhalt der Einrichtungen in den Vordergrund gerückt werden, so Fraktionschef Bensch. Die anderen Fraktionen unterstützten diesen Vorstoß auch. Allerdings bremste die Verwaltung in diesem Fall die Euphorie. Fachbereichsleiter Frank Schulz erläuterte die Schwierigkeit, die einzelnen Kitas der Stadt miteinander zu vergleichen. Es sei unmöglich, ältere Kitas wie Weetzen I auf den Standard der zuletzt eröffneten Einrichtungen wie die Kita Abenteuerland am Rathaus in Empelde zu bringen. Zudem verwies Schulz auf die hohe Auslastung des Teams Gebäudewirtschaft mit der Begleitung mehrerer Schulum- und -neubauten und der Planung neuer Feuerwehrhäuser. Die Weiterverfolgung des SPD-Antrags wurde deshalb zunächst ohne Beschluss verschoben.

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