Kleiner Haken an der neuen Technik: Es gibt noch sehr wenige Anwendungen, was die Begutachtung seitens der Politiker erschwert. So habe in Norddeutschland lediglich der SV Ahlerstedt bei Hamburg einen solchen Kunstrasen verbaut, berichtet Borchers – und der Bundesligist SV Werder Bremen.
Die geschätzte Nutzungsdauer betrage 15 bis 20 Jahre. In dieser Zeit sei der Wasserverbrauch deutlich geringer und es fielen kaum Pflegearbeiten an. Lediglich einmal im Monat müsse der Platz abgebürstet werden, um Moosbefall zu verhindern, erläutert der Bauhofleiter. Dünger wird nicht mehr benötigt und auch ein weiteres großes Problem der Ronnenberger Anlage würde sich erledigen: „Den Maulwurf haben wir an dieser Stelle dann nicht mehr“, sagt Borchers.
Dafür könnten alle anderen fußballspielenden Vereine der Stadt von der neuen Fläche profitieren. Innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der Ronnenberger Vereine sei eine Nutzungsmöglichkeit fest verabredet worden, berichtet der Erste Stadtrat Torsten Kölle.
Im Konjunktiv bleibt die Planung deshalb aber noch, weil die Stadt die Kosten in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro nicht allein schultern kann. Voraussetzung ist eine Förderung aus der Sportmilliarde des Bundes. Sollte diese ausbleiben, will die Stadt aber für den Gegenwert des Eigenanteils in Höhe von rund 287.000 Euro einen kleineren Soccercourt auf der Anlage an der Ihmer Landstraße errichten.