Mehr als 3600 Anträge, eine Bedarfssumme von 7,5 Milliarden Euro, aber nur 333 Millionen Förderbudget: Jüngst hatte das zuständige Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) mitgeteilt, dass das Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ 21-fach überzeichnet ist. Bis zum Stichtag am 15. Januar waren in Berlin 3600 Förderanträge eingegangen. Die beantragte Gesamtfördersumme von gut 7,5 Milliarden Euro übersteigt das zur Verfügung stehende Fördervolumen deutlich.
Die Chancen, in der ersten Phase bis Ende 2026 berücksichtigt zu werden, sind für Barsinghausen damit auf ein Minimum geschrumpft. Aussicht besteht möglicherweise in weiteren Förderrunden, die für die Jahre 2027 und 2028 geplant sind. Insgesamt sollen bis zu einer Milliarde Euro für die Modernisierung und Sanierung von Sportanlagen des Breitensports vom Bund bereitgestellt werden.
Acht Förderanträge hat die Stadt Barsinghausen beim Bund eingereicht – unter anderem für das Freibad Goltern und für den Neubau des Hallenbades, der das mehr als 50 Jahre alte Deisterbad ersetzen soll. Auch für den Ersatzneubau der Turnhalle der Wilhelm-Busch-Schule in Hohenbostel hofft die Stadt auf Bundesmittel, ebenso für die Dreifeldsporthalle an der KGS und die Sporthalle am Schulzentrum Am Spalterhals, die saniert werden müssen. Bei den Vereinen haben sich der TSV Kirchdorf, der TSV Hohenbostel sowie der Barsinghäuser Tennisverein, der TC Rot-Weiß und der TSV Barsinghausen, für die es an der Langenkampstraße den Plan eines gemeinsamen Sportparks gibt, um Fördergeld aus der „Sportmilliarde” des Bundes beworben.
Das zuständige Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), das dem Bundesbauministerium untersteht, kündigt derweil auf seiner Internetseite an, dass nach Prüfung und Bewertung der eingereichten Projektskizzen der Haushaltsausschuss des Bundestages über die Auswahl der Projekte entscheide. Alle Antragsteller würden danach über das Ergebnis informiert.