Ziegenbein definierte dabei klare Ziele für die Wärmeplanung: Klimaneutralität im Wärmebereich, Versorgungssicherheit, langfristige Investitionen und Planungssicherheit. Dafür wurden in der Gemeinde die Potenziale für eine Umstellung auf erneuerbare Energie bei der Wärmeversorgung untersucht. Dabei kam heraus, dass besonders Erdwärme zur nachhaltigen Energiegewinnung geeignet wäre. Entsprechende Sonden könnten auf Freiflächen oder an Gebäuden in den Boden eingelassen werden. Ziegenbein betonte aber auch, dass es hierbei zunächst nur um die technischen Potenziale gehe. „Die Rahmenbedingungen können sich in den nächsten Jahren auch noch ändern“, so der Projektleiter.
Die geeigneten Gebiete für Wärmenetze befinden sich hauptsächlich im Zentrum Wennigsens entlang der Hauptstraße, wie Ziegenbein in einem möglichen Zielszenario für 2040 aufzeigte. Viele Grundstücke ließen sich hingegen nicht an ein neues Wärmenetz anschließen, da die Gebäude dafür zu weit auseinanderliegen. Neben dieser fehlenden Eignung sei auch der dafür notwendige Investitionsbedarf zu hoch, so Ziegenbein.
Um die Pläne in den Zielgebieten umzusetzen, stellte der Projektleiter mögliche Maßnahmen vor. Darunter Angebote für Energieberatungen für Eigentümer, einfache Zugänge zu qualifizierten Fachkräften, Machbarkeitsstudien für die Neuerrichtung von Wärmenetzen oder auch die Workshopreihe „Selbst sanieren“ für Hausbesitzer.
Ziegenbein betonte, dass der Umfang der Sanierungsmaßnahmen je nach Gebäude unterschiedlich sein werde. In den Fokusgebieten gebe es bereits entsprechende Machbarkeitsstudien. Und dort, wo hohes Einsparpotenzial vorhanden sei, gehe es darum, die Hauseigentümer zu einer Sanierung oder zu einem Heizungsaustausch zu motivieren, so Ziegenbein. „Wir werden Raum für Rückfragen schaffen, um die Bürger dort mitzunehmen.“