Wie bei der letzten Renovierung vor sechs Jahren stehen auch dieses Mal wieder verschiedene Teilprojekte auf dem Plan. So sollen die auf knapp 70 Quadratmetern verlegten Bodenfliesen durch größere in Betonoptik ersetzt werden, sagt Urbanek, ebenso beim Eingang und bei den Toiletten.
Größtes Projekt der aktuellen Renovierung sei der Tresenbereich, wie Urbanek vergangene Woche im Ortsrat erläuterte. „Wir haben uns lange Gedanken gemacht, keinen Architekten befragt, aber uns von ChatGPT ein paar Vorschläge erstellen lassen“, sagte der Vereinschef, der in der Sitzung einige von der künstlichen Intelligenz erstellte Fotos zeigte. Der Vorstand nutzte sie als Entscheidungshilfe für die weitere Planung.
Dass die Erneuerung nötig ist, steht außer Frage. „Der bestehende Tresen fällt auseinander, wenn man sich zu stark dagegenlehnt“, sagte Ortsratsmitglied Lars Reichardt, der auch Vereinsvorstand und Fliesenleger ist, in der Sitzung. Der hölzerne Tresen rund um die Edelstahlelemente wird demontiert.
Die neue aufzubauende Theke werde um etwa 30 Zentimeter auf über sieben Meter verlängert und mit Fliesen in Holzoptik verkleidet. „Oben kommt eine etwas breitere Holzplatte drauf“, so Urbanek, denn die bisherige Ablage sei etwas schmal. Die alten Kneipenlampen würden durch modernere ersetzt, und am Tresen soll indirekte Beleuchtung verbaut werden. Bei der Zapfanlage wird etwas Technik ausgetauscht, gänzlich neu kommt eine Industriespülmaschine, die Gläser innerhalb von 90 Sekunden spült, als Ergänzung zu der in der Küche.
Die Kosten für Umbau und Geräte summieren sich dem Vorsitzenden zufolge auf etwa 7000 Euro. „Das wird nicht nur aus den Beiträgen möglich sein“, betont der Chef des 82 Mitglieder zählenden Vereins. Die Finanzierung des Projektes sei über Rücklagen gesichert. Einnahmen über Vermietungen hinaus verspricht sich der Verein durch Aktionen wie die Weinwanderung im September und das Kulturfestival am letzten Aprilwochenende, bei dem Evestorf Spielort ist.
Apropos Termine: Der Zeitplan für die Renovierung ist sportlich. Denn am 4. April sollte alles fertig sein, damit das DGH pünktlich zu Ostern wieder öffnen kann. Dann steht das Osterfeuer in dem 300-Einwohner-Ort auf dem Programm. Das Feuer brennt zwar draußen, die Räumlichkeiten des DGH Evestorf werden aber für Essen und Trinken benötigt. „Wir brauchen helfende Hände“, hatte Urbanek vor Beginn der Renovierung im Ortsrat gesagt. „Es müssen Schränke abgebaut werden, hier gibt es genug zu tun.“ Über die bestehenden Gruppen hinaus seien alle in Evestorf aufgerufen, mit anzupacken.
Die aktuelle Verschönerung ist die erste seit 2020. „Damals haben wir die Corona-Zeit genutzt, als keine Veranstaltungen möglich waren“, erinnert sich Urbanek. Vor sechs Jahren wurden die Decke grundgereinigt und weiß lackiert, der Innenbereich gestrichen und neue Vorhänge aufgehängt. „An den Decken war lange nichts passiert“, sagt er, „die stammten noch aus der Zeit, als hier das Rauchen erlaubt war.“