Kita Am Spehrteich – so soll die neue Betreuungseinrichtung an der Heinrich-Berkefeld-Straße heißen. Für Gesamtkosten von rund 6 Millionen Euro will die Stadt mit dem Neubau fast 100 zusätzliche Betreuungsplätze schaffen. „Es ist ein hervorragendes Projekt, das mir sehr am Herzen liegt“, sagte Losert. Schon bald seien an diesem Standort die Stimmen von 98 Jungen und Mädchen zu hören, sagte der Bürgermeister. Denn bereits im Frühjahr 2027 soll die neue Einrichtung eröffnet werden.
Für den Bau und Betrieb der neuen Kita hatte die Stadt schon vor zwei Jahren die Dachstiftung der Diakonie ausgewählt. Der Wohlfahrtsverband arbeitet mit dem Architekturbüro Ahrens & Grabenhorst zusammen. Für die Koordination des Projekts ist die Diakonische Quartiersentwicklung Vicintas zuständig. Betrieben werden soll die Kita von Venito, Diakonische Gesellschaft für Kinder, Jugendliche und Familien. „Die Zusammenarbeit läuft sehr gut und reibungslos“, berichtete der Bürgermeister. Auf dem rund 2400 Quadratmeter großen Baugrundstück soll eine zweigeschossige Kita entstehen. Geplant sind insgesamt fünf Gruppenräume – zwei für Krabbelgruppen, zwei für Kindergartengruppen und eine für eine integrative Gruppe. „Wir brauchen diese neue Kita, weil Gehrden eine lebendige Kleinstadt mit großem Familienzuzug ist“, beschrieb der Bürgermeister die Dringlichkeit. Die Stadt hat demnach zurzeit eine Warteliste mit insgesamt 39 Kindern, für die kein Betreuungsplatz zur Verfügung steht. Auch deshalb sagte Losert über das Millionenprojekt: Diese Investition in Familien und Kinder sei „jeden Cent wert“.
Hans-Peter Daub, Vorstand der Dachstiftung Diakonie, beschrieb das künftige Betreuungskonzept als „diakonisch geprägte Arbeit“, die Kinder und Familien in den Mittelpunkt stelle. Deshalb sei es wichtig, auch eine integrative Gruppe einzurichten und Inklusion zu ermöglichen. „Damit auch Kinder mit Handicap Unterstützung finden“, sagte Daub. In Kürze werden auch die personellen Voraussetzungen geschaffen: „Im Spätsommer beginnen wir mit der Akquise von Fachkräften“, kündigte Thomas Pförtner vom künftigen Betreiber Venito an. Insgesamt würden 28 Vollzeitkräfte benötigt.
Für das Erdgeschoss sind drei Gruppenräume mit Terrassen, aber auch Büros, ein Essbereich, Wasch- und Ruheräume vorgesehen. Zwei weitere Gruppenräume finden im Obergeschoss Platz. Das Gebäude selbst wird ein Holzrahmenbau.
„Sobald die Bodenplatte liegt, geht es schnell“, kündigte Martin Ziaja von der Baufirma an. Die Holzbauweise ermögliche es, die Wände schon vorab in einer Firmenhalle anzufertigen. „Das Erdgeschoss für die Kita steht schon fertig in der Halle“, berichtete Ziaja. Ende April soll die Montage beginnen, für Ende Mai sei das Richtfest geplant. Im Frühjahr 2027 soll eröffnet werden. „Durch den Schnee hinken wir etwa vier Wochen im Zeitplan hinterher, aber das lässt sich bestimmt aufholen“, sagte der Experte zuversichtlich.