In der Sporthalle der Adolf-Grimme-Schule am Langenäcker in Barsinghausen ist an diesem Sonntag ordentlich was los. Knapp 100 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen sechs und 34 Jahren trainieren hier für ihren Höhepunkt des Jahres: die große Gala am 14. und 15. März.
Unter dem Motto „Artistic Express“ lädt der Kinder- und Jugendcircus Barsinghausen (Kijuciba) sein Publikum zu einer besonderen Zureise, bestehend aus Elementen von Artistik, Tanz und Schauspiel, ein.
Dass eine solche Produktion Jahr für Jahr auf die Beine gestellt wird, ist keine Selbstverständlichkeit. Mitte der Neunzigerjahre entstand Kijuciba aus einem Angebot des Zirkusprojekts Baldoni. Seit 1996 gibt es feste Trainingsgruppen. 1998 wurde die erste große Gala aufgeführt. „Das Ziel ist einfach, miteinander etwas Tolles auf die Bühne zu bringen“, sagt die 34-jährige Trainerin Katharina Sehm und blickt durch die Halle, in der gerade getanzt, balanciert und gedehnt wird.
Kijuciba ist in drei Gruppen aufgeteilt: die Minis bis etwa neun Jahre, die Maxis bis elf Jahre und die Hauptgruppe für alle Älteren. Jeder darf jede Disziplin ausprobieren: von Akrobatik über Tanz bis hin zur Luftartistik. „Jeder findet seinen Platz. Wir schauen einfach, wo Talent ist“, erklärt Sehm.
Was den Jugendcircus nach nunmehr 30 Jahren noch immer so attraktiv macht? „Man kommt in die Halle, überall stehen Geräte, es gibt ein freies Training. Es gibt keinen Druck, also nicht wie im klassischen Schulsystem“, sagt sie. Konkurrenzdenken? Fehlanzeige. „Hier sind die Kinder so normal, sie können noch richtig Kinder sein.“
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