Erster Abschnitt mit Tempo 10 auf der maroden L391
Die Landesstraße ist seit Jahren ein Sanierungsfall.

Eine drastische, aber unumgängliche Maßnahme wegen extremer Straßenschäden: Hier in Hohenbostel gilt jetzt Tempo 10 auf der L391.Foto: Jennifer Krebs
Barsinghausen. Aufg rund des furchtbaren Zustands ist die L391 in Barsinghausen seit Jahren ein Sanierungsfall. Brüchiger Asphalt, Schlaglöcher und viel Flickwerk machen aus der Straße eine gefährliche Holperstrecke – und eine Geduldsprobe für Auto- und Radfahrer. Wegen der Schäden gilt schon seit geraumer Zeit teils Tempo 30. Doch nun gibt es in Hohenbostel die ersten Meter, die so kaputt sind, dass dort nur noch Tempo 10 gefahren werden darf. Ohne diese drastische Maßnahme ließe sich die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleisten. „Das haben wir vorher noch nie geschafft“, merkte Bürgermeister Henning Schünhof (SPD) in der Ratssitzung am Donnerstag an.

Die Sanierung der maroden L391 in Barsinghausen soll dieses Jahr in einem ersten Teilbereich angegangen werden – und die Landesstraßenbaubehörde hat nun konkretisiert, von wo bis wo genau gebaut wird. Demnach wird 2026 die Ortsdurchfahrt in Egestorf (Wennigser Straße) ab Höhe Bahnübergang bis kurz vor Aldi an der Einmündung zur Stoppstraße gemacht. Das sind etwa 1,6 Kilometer. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf etwa 850.000 Euro.

Die Landesstraßenbaubehörde ist sich über den schlechten Zustand der L391 im Klaren, und das eigentlich durchweg in ganz Barsinghausen. „Der Landesbehörde ist der Zustand der Ortsdurchfahrt Barsinghausen im Zuge der L391 bekannt“, sagt Behördensprecher Martin Klose. Die L391 ist eine der wichtigsten und meistbefahrenen Hauptverkehrsstraßen in der Stadt und verbindet fünf Ortsteile. Sie zieht sich von der B65 in Bantorf über Hohenbostel, Barsinghausen und Kirchdorf bis zum S-Bahnhof in Egestorf. Insgesamt sind das etwa 10,5 Kilometer.

Barsinghausens Verwaltungschef betonte im Rat: Sicherlich ließe sich darüber streiten, warum das Land nun ausgerechnet in Egestorf mit der Sanierung der L391 anfange, wo es doch offenbar viel schlimmere Abschnitte gebe. Doch die Stadt betrachte diese Maßnahme jetzt ohnehin nur als Einstieg in das Gesamtprogramm – „und dass es weitergehen muss und dass Geld in die Hand genommen werden muss, werden wir bei der Landesstraßenbaubehörde auch weiterhin vehement einfordern“, bekräftigte Schünhof. Fest steht dabei schon: Nächster Abschnitt der L391 soll die Stoppstraße von Aldi bis zum S-Bahnhof in Kirchdorf beziehungsweise noch ein Stück weiter bis zur Landstraße werden. Für diese Strecke hat die Stadt bis März vorbereitende Vermessungsarbeiten angekündigt. Klar ist aber: „Mit der Sanierung wird dieser Abschnitt dann dieses Jahr noch nicht dran sein“, sagte Schünhof.

Auch für die Landesstraßenbaubehörde scheint klar zu sein: Die Ortsdurchfahrt in Egestorf „bildet den Auftakt für die Sanierung der weiteren Abschnitte. Diese befinden sich in der Vorbereitung“, bestätigt Klose auf Nachfrage dieser Redaktion. Ein genauer Zeitraum, wann nun als Erstes die Wennigser Straße saniert werden soll, könne derzeit derweil noch nicht belastbar genannt werden.

Ebenso befänden sich genauere Details zu Dauer und Art der Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer und Anwohner, die es durch die Straßensanierung geben wird, derzeit noch in der Abstimmung durch alle beteiligten Akteure. „Sie werden rechtzeitig bekannt gegeben“, so Klose. Der Sprecher der Landesstraßenbaubehörde kündigte des Weiteren an: Bis zu einer vollständigen Sanierung der L391 werde die Verkehrssicherheit in den betroffenen Bereichen durch die Straßenmeisterei Wennigsen mithilfe von Schadstellensanierungen oder Geschwindigkeitsbegrenzungen gewährleistet.

Druckansicht