„Ziel ist es wieder, die Kulturszene zu stärken und auch neue Projekte zu ermöglichen“, sagt Jürgen Welk über die zweite Welle der Projektförderung. Er ist einer von zwei Vorsitzenden des Arbeitskreises Kultur (Akku), der sich im vergangenen Mai auf Initiative des Rates der Gemeinde gegründet hat. Auf Wunsch aus der Politik sei der Akku ins Leben gerufen worden, um eine Interessenvertretung und Kommunikationsplattform zu installieren: für Kulturschaffende, Kulturvereine, Organisationen und Kulturinitiativen sowie für engagierte Menschen aus der Bevölkerung.
Welk und sein Vorstandskollege Klaus Koberstein-Schwarz freuen sich schon auf kreative Vorschläge für die zweite Ausschüttungsrunde. Aber: Zusagen über eine Förderung aus dem Topf für 2026 kommen erst, nachdem die Kommunalaufsicht den Haushalt genehmigt hat. Vorher darf die Verwaltung nichts auszahlen. Anträge für Projekte können aber schon jetzt eingereicht werden.
Die Liste der zuletzt bezuschussten Projekte ist lang: Gefördert wurden unter anderem Konzerte der Chorgemeinschaft Fidelia Evestorf und des Musikers Claas-Henning Dörries in Bredenbeck. Unterstützt wurden auch ein Kinder-Schattenspiel des Kulturkreises Kloster, eine musikalische Früherziehung mit interkulturellem Schwerpunkt sowie ein Mitmachkonzert der Musikpädagogin Lena Bender. Zuschüsse gab es zudem für Fassadenprojektionen, ein Ballett-Training, eine Literaturreihe und für ein mobiles Headset-System des Theaterkreises Degersen.
„Auch jetzt soll aus dem Budget wieder eine breite Vielfalt gefördert werden“, sagt Akku-Vorstandsmitglied Jürgen Welk. Die Liste möglicher Projektbereiche ist lang: Malerei, Bildhauerei, Grafik, Fotografie, Digitalkunst, Installation, Design, Theater, Tanz, Musik, Zirkus, Puppenspiel. Gefördert werden auch Initiativen für kulturelle Bildung und Kulturvermittlung sowie für die Vermarktung und Vernetzung der Kulturbereiche.
Was wichtig ist: Projekte, die erst 2027 durchgeführt werden, seien noch nicht förderfähig, betont Welk. Der Akku fördere nur maximal 80 Prozent der Gesamtkosten eines Projekts. Es sei eine Co-Finanzierung notwendig. Bewerben können sich Einzelpersonen, Gruppen und Institutionen aus Wennigsen – Kulturschaffende, aber auch Konzert- oder Eventveranstalter.Gefördert w erden einmalig angebotene Veranstaltungen sowie Investitionen in langfristige Vorhaben. „Wichtig ist, dass alle Menschen Zugang dazu haben“, sagt Welk.Informationen über die Förderrichtlinien sind en detail auf der Internetseite www.kultur-wennigsen.de nachzulesen. Das Kulturportal ist ein zentraler und interaktiver Anlaufpunkt für die Kulturszene. Zuschüsse können auf der Gemeindewebseite www.wennigsen.de beantragt werden. Welk bildet mit Koberstein-Schwarz, sechs weiteren Akku-Mitgliedern und einem Gemeindemitarbeiter eine Lenkungsgruppe, die über die Anträge und die Verteilung der Fördergelder entscheidet. Abschließend entscheidet der Verwaltungsausschuss über die Ausschüttung. „Die Vorschläge werden nach einem Punktesystem bewertet“, berichtet Welk. Kriterien seien unter anderem Reichweite, Relevanz und Kreativität. Antragsschluss ist der 17. Mai 2026. „Zwei Anträge liegen schon vor“, berichtet Welk.