Auf dem Flurstück Pinnenheister an der Möllerburg-Kreuzung zeigen sich die Gäste der traditionellen Zeremonie vom rasanten Baufortschritt sichtlich beeindruckt. Auch Wennigsens Bürgermeister Ingo Klokemann (SPD) hat wenige Minuten zuvor unter dem Richtkranz gesagt: „Ich muss nicht viel erzählen. Wenn man sich das Gebäude anschaut, sieht man, wie es sich entwickelt.“
Auf dem Baugrundstück an der Bönnigser Straße soll für rund 5,2 Millionen Euro bis zum 31. Juli ein schlüsselfertiger Komplex mit vierteiliger Fahrzeughalle entstehen – innerhalb nur eines Jahres.
Einer schlüsselfertigen Übergabe im Sommer steht bislang nichts im Weg. Das beauftragte Bauunternehmen Fechtelkord & Eggersmann aus Marienfeld arbeitet im Eiltempo. „Kosten und Zeit liegen im Plan”, sagt Klokemann. Wegen des jüngsten Wintereinbruchs habe es nur eine minimale Verzögerung gegeben. „Eine Woche Verzug haben wir aber mit eingerechnet”, so der Bürgermeister. Nun seien es ein paar Tage mehr geworden. Das lasse sich bis zur geplanten Übergabe aber bestimmt wieder aufholen.
Es ist das erste Mal, dass die Gemeinde ein kommunales Gebäude von einem Generalunternehmen bauen lässt. Seitens der Gäste aus den Kreisen der Feuerwehr, der Kommunalpolitik und der Gemeindeverwaltung gibt es beim Richtfest viel Applaus für die Firma. „Es ist nicht selbstverständlich, dass alles so zügig geht”, meint der Bürgermeister - und lobt einmal mehr die gute Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Planungsbüro und Feuerwehr.
Wennigsen Gemeindebrandmeister Jörg Ommen findet ebenfalls lobende Worte: Die Entscheidung für einen Generalunternehmer sei sinnvoll gewesen. „Sonst wäre es nie so schnell gegangen“, sagt er.
Was kommt wo hin?
Gut sechs Monate vor der geplanten Übergabe zeichnet sich im Rohbau schon ab, wie die neue Unterkunft aufgebaut ist: Neben der Fahrzeughalle sind im Erdgeschoss eine Werkstatt mit Lager sowie der Sozialtrakt mit getrennten Umkleiden und Sanitärräumen für bis zu 60 Einsatzkräfte vorgesehen. Im Obergeschoss werden Schulungs- und Verwaltungsräume sowie Büros unterbracht.
Ortsbrandmeister Theesen präsentiert beim Rundgang auch den kleinen Schulungsraum im ersten Stock. Mitglieder der Nachwuchsabteilung begutachten ebenfalls den Ort, wo sie künftig während ihrer Dienste viel Zeit verbringen werden. „Es wird auch eine digitale Tafel zur Verfügung stehen“, sagt der Ortsbrandmeister. Er führt dann zum großen Schulungsraum mit Durchreiche zur geplanten Küche. Theesens Stellvertreterin und Ehefrau Mareike zeigt im Erdgeschoss die Räume für die geplante Damenumkleide und den hellen Haupteingang.
Wie zügig gearbeitet wird, ohne sich von kleineren Hürden aufhalten zu lassen, hatte anfangs unter dem Richtkranz der Dachdecker- und Zimmermannsmeister Frank Sprenger demonstriert. Mangels verfügbaren Schnapses genehmigte er sich bei der traditionellen Zeremonie ein Gläschen Wasser. Danach muss das Glas zerspringen, sonst bringt es kein Glück. Dafür war der sandige Erdboden vor dem Dach aber nicht hart genug. Sprenger griff kurzerhand zum Hammer.