Welche Motivation bringen die neuen Schulsanitäter für ihre künftigen Aufgaben mit? Für Julian (14) und Robin (15) aus dem neunten HAG-Jahrgang ist die Antwort klar: „Es ist absolut sinnvoll, im Notfall richtig reagieren und helfen zu können. Wir wissen jetzt, was in solchen Fällen zu tun ist. Und das ist ja auch im weiteren Leben von Vorteil“, sagten die Neuntklässler übereinstimmend. Beide Schüler haben sich außerdem zusätzliche Aus- und Fortbildungen im Sanitätsbereich zum Ziel gesetzt.
Ganz ähnlich bewerten Lukas (LTS) und Simon (HAG) ihren Einstieg in den Schulsanitätsdienst. Sie wollen in Notfällen ebenfalls mit ihren neu erworbenen Kenntnissen zur Stelle sein. Wichtig sei ihnen zudem der ehrenamtliche Einsatz für die Gemeinschaft. So engagieren sich die beiden Jugendlichen in ihrer Freizeit bereits für die Freiwillige Feuerwehr, und Lukas macht außerdem bei der DLRG mit. Leny und Rawan aus dem 10. LTS-Jahrgang freuen sich ebenfalls darauf, nach der Ausbildung durch den ASB jetzt in den Schulsanitätsdienst einsteigen zu können. Zwar räumt Rawan ein, vor der Prüfung etwas nervös gewesen zu sein. Aber sie hat trotz der Aufregung alle Aufgaben gemeistert – „und ich weiß, wie ich im Ernstfall helfen kann“, sagte die Zehntklässlerin.
ASB-Prüfer Clemens Stummeyer überreichte allen Prüflingen die Urkunden und lobte dabei die gezeigten Leistungen. Dank richtete die HAG-Leiterin Silvia Bethe sowohl an die Jugendlichen als auch an den ASB, der seit vielen Jahren die Ausbildung zum Schulsanitätsdienst am Spalterhals organisiert und finanziert. „Der Sanitätsdienst ist so wichtig für unsere Schule, eine große Unterstützung in unserem Schulalltag“, betonte die Leiterin. Häufig kommen die jungen Sanitäterinnen und Sanitäter im Alltag bei Sportunfällen mit Prellungen oder Verstauchungen sowie bei Übelkeit und Bauchschmerzen zum Einsatz.
Von großer Bedeutung sei es zudem, junge Menschen an das Ehrenamt heranzuführen und Verantwortung übernehmen zu lassen. „Denn dieses Engagement trägt auch unsere Gesellschaft“, erläuterte Tobias Großheide als Koordinator des HAG-Schulsanitätsdienstes mit mehr als 30 Jugendlichen, zumeist aus den Jahrgängen neun bis elf.
Das Heranführen ans Ehrenamt zeigt durchaus Erfolge. „Fast alle meiner Führungskräfte kommen aus dem Schulsanitätsdienst. Wir haben auch frühzeitig ein Auge darauf, wer mit seinen Fähigkeiten und Begabungen in welchem Bereich tätig werden kann“, sagte Dirk Meinberg, zuständiger ASB-Fachdienstleiter für den Katastrophenschutz. Als Beispiel nannte Meinberg den heutigen ASB-Zugführer und angehenden Arzt Daniel Walther, den er seinerzeit als 14-jährigen Schüler im Sanitätsdienst kennengelernt habe.