„Anfangs musste erst mal alles starten, wir hatten auch noch keine Spielstätte. Wir haben uns damals gesagt, dass wir im Jahr 2026 dann so richtig loslegen wollen“, erklärt Verena Pape. Sie ist die erste Vorsitzende des Vereins und erinnert sich daran, „dass wir uns im Sommer zusammengesetzt und viel überlegt haben, wie wir uns nennen können“.
Und die 26 war noch aus einem anderen Grund passend. Am oberen Ring der Dartscheibe befinden sich die Zahlen 5, 20 und 1. „Und dort werfen Anfänger am meisten hin“, sagt Verena Pape. In der Summe ergeben diese drei Trefferfelder ebenfalls 26.
Seit Oktober 2025 spielen die 26er im Dorfgemeinschaftshaus in Degersen – immer mittwochs von 19.30 bis 22 Uhr. Interessierte, egal welche Spielstärke und welche Vorkenntnisse, sind jederzeit willkommen. Per E-Mail an vorstand@dsvd26.de ist der Verein erreichbar.
Wenige Wochen zuvor erfolgte mit einem Team von neun Personen die Gründung, Stefan Rasch erhielt den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden. Dazu gibt es noch einen Kassenwart sowie im erweiterten Vorstand Sportwart und Schriftführer.
Angefangen hatte alles zuvor im heimischen Keller von Pape, deren Sohn Finn schon seit drei Jahren Dart spielt und in einem anderen Verein aktiv ist. Für den Keller wurde eine eigene Dartscheibe angeschafft, Verena Pape spielt mit ihrem erweiterten Freundeskreis. „Ich habe immer gesagt, dass wir in Degersen so etwas auch brauchen“, sagt sie. Anfangs sei sie dafür belächelt worden, nun gibt es tatsächlich einen Verein.
Und aus der Keller-Zeit stammt auch ein weiterer Zusatz für den Vereinsnamen – nämlich ein Puma im Logo. „Im Keller wurde es irgendwann warm und der Sauerstoff knapp“, sagt Pape und lacht. Da seien die zehn Quadratmeter zum Puma-Käfig geworden. Daher ist das Tier Teil des Vereinsschriftzugs – die Darter in Degersen wissen also, wer sie sind und wo sie herkommen. Und sie gehen damit mit einem Augenzwinkern um.
Am Tag nach Weihnachten richtete man das erste Turnier aus – ein internes, Lennart Faubel ist damit der erste Vereinsmeister der Geschichte. Und das nächste Turnier steht schon auf dem Programm, dieses Mal als offener Wettkampf. Am 28. März werden im Gasthaus Zur Tenne Pfeile auf die Scheiben geworfen.
Apropos Scheiben: Ein paar Baustellen hat der Verein natürlich. Dazu zählt auch, dass man sechs mobile und aus Holz selbst angefertigte Bordanlagen hat, die die Dartscheiben umgeben. Die Außenflächen um die Scheiben herum hat die Calenberger Solartechnik gesponsert – acht Stück, denn mittelfristig möchte der Dartsportverein seine Ausrüstung auf acht Scheiben erweitern, um dann besser Turniere ausrichten zu können. „Die Unterstützung von Sponsoren ist für uns gerade jetzt zu Beginn sehr wichtig“, sagt Pape.
Sehr wichtig sind auch die Mitglieder. Von den neun zu Beginn hat man sich ein halbes Jahr später auf 33 gesteigert. „Darunter sind auch zwei Jugendspieler, worüber wir uns sehr freuen“, sagt die Vorsitzende. Einen großen Wunsch für dieses Jahr haben die Dartsportler in Degersen: eine eigene Spielstätte – nicht nur die für die dauerhafte Lagerung von Dartscheiben, sondern auch für Wettkämpfe. Ab Sommer 2026 möchte man nämlich in den regulären Ligabetrieb einsteigen.