Preise legen in allen Wohnungsgrößen zu
Für Barsinghausen liegt der Mietspiegel 2025 vor. Bürgermeister Henning Schünhofspricht von Basis „für ein gutes Miteinander auf dem Wohnungsmarkt“.

Wohnen zur Miete wird teurer: Quadratmeterpreise um die 10 Euro waren früher die Ausnahme – heute sind sie in Barsinghausen bei Neuvermietungen die Regel.Foto: Jennifer Krebs
Barsinghausen. Strompreise, Gaspreise und die Kosten für Mieten – diese Themen sorgen nicht nur für großes Interesse in der Bevölkerung, sondern sehr oft auch für Aufregung. Der sogenannte Mietspiegel kann zumindest in Sachen Miete Abhilfe schaffen. Er ist ein wichtiges Instrument zur Ermittlung und Beurteilung der ortsüblichen Vergleichsmiete und zeigt, welche Mieten in einer Gemeinde oder Stadt derzeit für vergleichbare Wohnungen gezahlt werden. Dadurch schafft der Mietspiegel Transparenz auf dem Wohnungsmarkt und dient Mietern und Vermietern als objektive Orientierungshilfe.

Nun hat die Stadt Barsinghausen ihren Mietspiegel 2025 vorgelegt. Aber was steht denn alles drin? Grundsätzlich gilt er für alle vermieteten Wohnungen im Stadtgebiet. Er gibt Auskunft über die in der Stadt üblicherweise gezahlten Mieten für verschiedene Wohnungstypen vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage. Oft wird dann von der „ortsüblichen Vergleichsmiete“ gesprochen.

Im Zeitraum von 2021 bis 2025 betrug in Barsinghausen der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter je nach Baualtersklasse bis zu 10,40 Euro für Wohnungen mit einer Größe von 45 bis 65 Quadratmeter. Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor lag dieser Preis bei 8,81 Euro.

Im Wohnraum mit einer Größe von 65 bis 85 Quadratmeter beträgt der Quadratmeterpreis bis zu 11,33 Euro im Durchschnitt (2021 bis 2025), von 2015 bis 2020 waren es 9,46 Euro. Für Wohnungen, die eine Größe von 85 Quadratmetern und mehr haben, müssen in der höchsten Baualtersklasse im Durchschnitt 10,61 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. In den fünf Jahren (2015 bis 2020) zuvor waren es noch 9,77 Euro. Für Wohnungen, die kleiner als 45 Quadratmeter sind, liegen im Mietspiegel lediglich Daten bis zur Baualtersklasse bis 1994 vor. Hier liegt der Durchschnittspreis bei 6,94 Euro.

Was Bürgermeister Henning Schünhof (SPD) beim Mietspiegel wichtig zu betonen ist: „Damit legt die Stadt eine qualifizierte und damit besonders rechtssichere Grundlage für die Bestimmung der ortsüblichen Vergleichsmiete vor.“ Erstmals sei der Mietspiegel nach den Vorgaben der Mietspiegelverordnung (MsV) erstellt worden, die die methodischen Mindeststandards für qualifizierte Mietspiegel definiere. „Das Ergebnis ist mehr Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Planungssicherheit für Mieterinnen und Mieter ebenso wie für Vermieterinnen und Vermieter“, sagt der Bürgermeister.

Damit sei nun eine ideale Grundlage für ein gutes Miteinander auf dem Barsinghäuser Wohnungsmarkt geschaffen worden, meint Schünhof. Der Mietspiegel wird alle zwei Jahre erstellt und damit fortlaufend aktualisiert sowie nach wissenschaftlichen Grundsätzen erarbeitet und von der Gemeinde anerkannt. Er genießt außerdem vor Gericht eine besondere Beweiskraft nach dem Paragrafen 558 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Dadurch können langwierige Auseinandersetzungen über die Miethöhe vermieden werden. Im Streitfall kann vor Gericht aber auch darauf zurückgegriffen werden.

Mieterinnen und Mieter sowie Vermieterinnen und Vermieter, außerdem Fachstellen und Partnerunternehmen haben dafür gesorgt, dass verlässliche Daten vorhanden sind. Auch Mieterbünde und Hauseigentümer wurden befragt. Die Region Hannover hatte eine sogenannte Mietspiegelkommission erstellt.

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