So hoch sind die Mieten in Gehrden
Mietpreise sind im vergangenen Jahr gestiegen

Erneut ein deutlicher Preisanstieg: Der Mietspiegel 2025 für Hannover liegt dem rat zur Beschlussfassung vor.foto: Conrad von Meding
Gehrden. Das Wohnen im Gehrdener Stadtgebiet ist nicht ganz billig, aber bezahlbar. Das zeigt der aktuelle Mietspiegel. Die gute Nachricht: Die Nettokaltmieten sind zuletzt weitgehend konstant geblieben. Der Mietspiegel in Gehrden zeigt durchschnittliche Nettokaltmieten von etwa 7 Euro pro Quadratmeter (€/m²) bis fast 10 €/m² auf. Laut Sprecher der Stadt Gehrden, Frank Born, ist der Mietspiegel ein Service für interessierte Mieter und Vermieter. Er erhalte verlässliche und rechtssichere Richtwerte.

Die Preise sind aktuell zwar nahezu unverändert, aber in den vergangenen Jahren aufgrund hoher Nachfrage und Neubauaktivitäten kontinuierlich angehoben worden.

Unabhängig davon: Die Mietpreise in Gehrden lagen 2025 im Schnitt bei 6,96 bis 9,88 €/m² für Wohnungen, wobei die Preise stark von Baujahr und Ausstattung abhängen. Für Häuser werden im Schnitt 10,79 bis 12,30 €/m² aufgerufen.

Der Höchstwert für ortsübliche Vergleichsmieten liegt bei über 11 Euro €/m². Er gilt für nach 1995 gebaute Wohnungen, im Segment 65 Quadratmeter und größer. Bis zu 11,69 €/m² können Wohnungen zwischen 65 und 85 Quadratmeter kosten, bis zu 11,55 €/m² wird mancherorts als Miete für Wohnungen, die mehr als 85 Quadratmeter aufweisen, verlangt. Nicht unerheblich bestimmt auch die Lage den Preis. Besonders beliebt ist die Gehrdener Kernstadt.

Günstig ist dagegen der Durchschnittspreis von Wohnungen in Häusern, die vor 1960 gebaut worden sind. Unabhängig von der Größe liegt dort der Durchschnittswert zwischen 5,62 €/m² und 9,34 €/m². Auffallend: In Wohnhäusern, die nach 1995 errichtet worden sind, gibt es keine Wohnungen unter 45 Quadratmetern.

Die Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren zeigt: Das Wohnen ist teurer geworden. 2016 betrug der Mietpreis etwa 7,35 €/m². Der durchschnittliche Mietpreis in Gehrden liegt gegenwärtig bei knapp über 8 €/m². Wobei Mietwohnungen in Häusern, die nach 1995 fertiggestellt worden sind, deutlich teurer sind. Die Durchschnittsmiete liegt dort bei 9,52 €/m². Gehrden liegt aber im Mietpreisniveau unterhalb der Landeshauptstadt Hannover, die im Schnitt mehr als 11 €/m² beträgt.

Gehrden gilt zwar nicht als teurer Wohnort, aber es fehlen vor allem kleine Wohnungen. Auch deshalb wurde vonseiten der Politik großer Wert darauf gelegt, dass im neuen Wohnquartier Vorwerk drei Mehrfamilienhäuser errichtet werden – etwas, was in der Vergangenheit in anderen Neubaugebieten versäumt worden ist. Auf dem Vorwerk-Gelände entstehen 59 geförderte Wohneinheiten.

In Gehrden gibt es basierend auf Daten des Wohnraumversorgungskonzepts der Region Hannover etwa 7200 Wohnungen. Davon entfallen etwa 48 Prozent auf Mehrfamilienhäuser. Der überwiegende Teil der Wohnungen in Gehrden sind Ein- und Zweifamilienhäuser, während der Anteil an Mehrfamilienhäusern im Vergleich zur Region Hannover niedriger ist.

Für den Mietspiegel hat das Hamburger Institut FUB ab April vergangenen Jahres sowohl Miethaushalte befragt als auch Vermietende. Der Mietspiegel enthält eine Mietpreisspanne; die Einordnung erfolgt über Merkmale wie Größe, Baualter, Lage und Ausstattung.

Eines der entscheidenden Kriterien ist das Baujahr der Immobilie, da es wichtige Informationen über den Zustand, die Ausstattung und die energetische Effizienz der Wohnung liefert. Auch die Themen Heizung und Energieeffizienzklasse gewinnen in der heutigen Zeit eine immer größere Bedeutung bei der Mietpreisgestaltung von Wohnungen.

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