Nach seinen Worten war der Bau von Querungshilfen, mit deren Hilfe Fußgänger die Straßen im Kreuzungsbereich einfacher und sicherer passieren können sollen, eigentlich für die Herbstferien Ende Oktober 2025 vorgesehen. Wegen der viermal verlängerten Sperrung des Bahnübergangs konnten die Arbeiten an der Kreuzung aber bis dato nicht realisiert werden – mit der Folge, dass die Stadt sie ins kommende Frühjahr verschoben hat.
Hintergrund: Während der Bahnübergang nicht passierbar war, hatten viele Autofahrer den Weg durch das benachbarte Wohngebiet als Abkürzung der empfohlenen Umleitung genutzt. Egal, welche Route sie wählten – immer mussten sie jene Kreuzung passieren. Eine weitere Baustelle in diesem Bereich hätte die angespannte Verkehrssituation somit noch weiter verschärft.
Ein positiver Effekt ergab sich aber auch: Das erhöhte Verkehrsaufkommen der vergangenen Monate im Kreuzungsbereich kurz vor der Bahnunterführung machte die Gefahrensituation für Fußgänger – vor allem Anwohner und Schüler der nahen KGS – noch einmal besonders deutlich. Teilweise herrscht dort ein nicht nur für Fußgänger ziemlich unübersichtliches Rechts-vor-links-Gewusel auf der Kreuzung der gleichberechtigten Straßen. Die Hinweise für die Neugestaltung habe die Verwaltung denn auch aus der Bevölkerung erhalten, berichtete Heidenreich. Vor allem der Ronnenberger Seniorenbeirat hatte sich für Verbesserungen an dieser Stelle starkgemacht.
Das ist die Gemengelage: Von der Berliner Straße aus kommend, ist die Straße Am Sportpark die Einfahrt für das Schul- und Sportzentrum rund um die Marie-Curie-Schule. Von links aus der Löwenberger Straße fließt der Verkehr vom Wohnpark am See und von der Grundschule Auf dem Hagen auf die Kreuzung. Rechts im Bereich der Robert-Weise-Straße liegen ebenfalls viele Mehrfamilienhäuser und die Johannesgemeinde mit dem Familienzentrum. Und auch ohne Baustellensperrung umfahren viele Autofahrer verbotenerweise geschlossene Schranken an der Ronnenberger Straße und setzen dann ihren Weg durch die Siedlung fort.
Die Stadt will vor allem die Querungsmöglichkeiten für Fußgänger an den Einmündungen neu ordnen. An den Planungen beteiligt waren auch der städtische Bauhof und die untere Verkehrsbehörde. In allen vier Richtungen sollen Querungshilfen eingerichtet werden, mit entsprechenden Markierungen auf der Fahrbahn und den notwendigen Schildern. An drei Seiten der Kreuzung müssen zudem Bordsteine abgesenkt werden. „Wir wollen die Fußgängerführung und die Barrierefreiheit verbessern“, erklärte Heidenreich.
Wartelinien für Fahrzeuge auf allen Fahrbahnen sowie mit gestrichelten Linien markierte, sogenannte Fußgängerfurten sollen die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf die Passanten lenken.
Zudem sollen die Personen hinterm Steuer dazu bewegt werden, die Geschwindigkeit ihrer Fahrzeuge zu reduzieren – um die Sicherheit auf der Kreuzung zusätzlich zu erhöhen. Für die Arbeiten müssen die Straßen zeitweise halbseitig gesperrt werden.