Eine Million Euro fürs Lehrschwimmbecken
Land bewilligt weitere Fördergelder. Eine energetische Dachflächensanierung und
ein Wärmeverbundsystem für die südliche Außenwand sind geplant.

Schulen, VHS, Rheuma-Liga: Bis zu 950 Menschen sind im Lehrschwimmbecken der Adolf-Grimme-Schule über die Woche im Wasser.Foto: Jennifer Krebs (Archiv)
Barsinghausen. Es bleibt nicht bei den knapp 850.000 Euro, die bereits zugesagt gewesen sind: Das Land Niedersachsen hat für das Lehrschwimmbecken an der Adolf-Grimme-Schule in Barsinghausen weitere rund 146.300 Euro aus seinem Sportstätteninvestitionsprogramm bewilligt. Damit liegt die Fördersumme nun insgesamt bei fast einer Million Euro.

Bürgermeister Henning Schünhof (SPD) zeigt sich sehr erfreut über die Entscheidung des Landes. „Diese Förderung ist ein starkes Signal für Barsinghausen und eine große Unterstützung für unsere Stadt“, so der Verwaltungschef. Mit den Mitteln könne ein zentraler Bestandteil der kommunalen Bildungs- und Sportinfrastruktur langfristig gesichert werden.

Lehrschwimmbecken nehmen eine wichtige Rolle für den Schulunterricht, den Vereinssport und insbesondere für das Schwimmenlernen von Kindern ein. Vor diesem Hintergrund unterstreicht Barsinghausens Sozialdezernent Robert Engelmann die gesellschaftliche Bedeutung der Investition: „Schwimmen ist eine grundlegende Fähigkeit. Die Sanierung hilft uns, Kindern frühzeitig und wohnortnah sichere Lernmöglichkeiten zu bieten.“

Die Sanierung des Lehrschwimmbeckens ist technisch und finanziell anspruchsvoll. Stadtbaurat Tobias Fischer verweist daher auf die Bedeutung der Landeszuwendung für die Umsetzung des Projekts: „Die Förderung gibt uns die notwendige Planungssicherheit, den technischen Stand des Lehrschwimmbeckens zukunftsfähig zu gestalten und die aktuellen Anforderungen an das Gebäude, zum Beispiel zur Barrierefreiheit, sicherzustellen.“

Für die geplanten Baumaßnahmen im Lehrschwimmbecken sind aktuell insgesamt etwa 1,25 Millionen Euro veranschlagt. Als Erstes angegangen werden sollen eine energetische Dachflächensanierung und ein Wärmeverbundsystem für die südliche Außenwand – das ist die Seite zum Schulhof mit der großen Fensterfront. Zudem sollen die Lüftungstechnik und die Wasseraufbereitung verbessert werden. Notwendig ist auch ein barrierefreier Ausbau, das betrifft die Umkleiden und behindertengerechte Toiletten. Es gibt bereits einen Ratsbeschluss, demnach die Stadtverwaltung bevollmächtigt ist, die Arbeiten kurzfristig auszuschreiben und den Auftrag an den wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben.

Die Stadt steht dabei in engem Austausch mit dem Trägerverein des Lehrschwimmbeckens. Seit zehn Jahren kümmert sich der Verein jetzt um den Betrieb des kleinen Bades an der Adolf-Grimme-Schule. Vorsitzender Wolfgang Meier hat ausgerechnet: Seitdem ist es von etwa 200.000 Menschen genutzt worden. Die jüngsten Nutzer seien etwa vier Jahre alt, die ältesten 90. Die Auslastung gliedere sich dabei wie folgt: Bei 91 nutzbaren Wochenstunden entfallen etwa 60 Prozent auf die Nutzung als Lehrschwimmbetrieb und 40 Prozent auf Vereinssport, inklusive Reha-Angeboten. Meier spricht von bis zu 950 Schwimmenden oder Schwimmlernenden, die wöchentlich im Lehrschwimmbecken seien.

Mit der Zuwendung aus dem Niedersächsischen Sportstätteninvestitionsprogramm leistet das Land Niedersachsen einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der kommunalen Bäderlandschaft. Bürgermeister Schünhof betont abschließend: „Wir sind dem Land sehr dankbar für diese Unterstützung. Sie kommt direkt den Kindern, Familien und Vereinen in unserer Stadt zugute.“

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