Mehrere Tausend Euro kann die Stiftung wieder aus den Zinsen ihres Stiftungskapitals vergeben. Die Stiftung wurde 1999 mit einem Stiftungsvermögen von damals 140.000 DM als Marlis-Ragge-Stiftung vom Rat gegründet. Das Geld hatte Namensgeberin Marlis Ragge nach ihrem Tod der Stadt vermacht.
Seither hat die Stiftung mehrere Zustiftungen und Erbschaften erfahren, sodass sich das Stiftungsvermögen aktuell auf etwa 730.000 Euro beläuft. Zuletzt erhielt die Stiftung im Jahr 2020 eine großzügige Zustiftung. Das war Anlass, den Namen in Ragge-Grocholesky-Stiftung zu ändern.
Ende 2022 kam eine weitere Zustiftung hinzu. Die Eheleute Greve waren auf die Ragge-Grocholesky-Stiftung aufmerksam geworden. Der zugestiftete Geldbetrag wurde separat angelegt und wird innerhalb der Stiftung als Rolf-Greve-Fonds bezeichnet. Die Dividende aus diesem Fonds wird künftig zur Erinnerung an den inzwischen verstorbenen Rolf Greve einmal jährlich zusammen mit den anderen Erträgen der Stiftung ausgeschüttet. Durch den Rolf-Greve-Fonds sollen vorrangig Projekte aus dem Bereich Hospizdienst und Migrationsarbeit gefördert werden.
Ein Fördermittelantrag muss schriftlich gestellt und begründet werden. Antragsformulare können im Internet auf der Homepage der Stadt Barsinghausen heruntergeladen werden. Der Antrag geht dann ausgefüllt an die Ragge-Grocholesky-Stiftung. Die Anschrift lautet: Bergamtstraße 5, 30890 Barsinghausen.
Aus Zinserlösen und Spenden hat die Ragge-Grocholesky-Stiftung in mehr als 25 Jahren über 150.000 Euro vergeben. Welche Projekte in diesem Jahr unterstützt werden, soll möglichst binnen vier Wochen nach Antragsfrist feststehen. Die Übergabe der Zuschüsse erfolge im April, kündigt die stellvertretende Stiftungsvorsitzende Roswitha Müller an. Der Vorstand entscheidet über die Vergabe.