Die lokalen Informationen über Freudenstadt beschaffte er sich mithilfe von Internetrecherchen.
Nach fünf weiteren Werken mit dem gleichen Ermittlungsduo verlagerte Schirmer den Schauplatz für die nächsten Krimibände an die Ostsee nach Plön in Schleswig-Holstein. Dort habe er auch vor Ort recherchiert. Anschließend veröffentlichte er unter dem Titel „Deister-Crimes“ zwei Bücher mit erdachten Kriminalfälle in der Wennigser Mark.
Im November 2025 wurde nun Schirmers neuer Psychothriller „Was wir verschwiegen haben“ fertig – ein 500-Seiten-Werk, das erstmals nicht nur auf einer bekannten Internetplattform, sondern in jeder Buchhandlung erhältlich ist. Der Preis: 17,99 Euro. Schirmer hat das Buch als Selbstverleger über das Buchhandelsunternehmen Thalia herausgebracht – unter seinem echten Namen.
„Zu Jack Sanders passt die Story nicht, weil sie keinen lokalen Bezug hat“, meint der Autor. Die Geschichte, die aus der Täterperspektive geschrieben ist, spielt in einer fiktiven Stadt in den USA. „Nach einer Feier an einem See, mit viel Alkohol, ist ein Mädchen verschwunden und nie wieder aufgetaucht – die Ermittlungen wurden eingestellt“, erzählt Schirmer. Zehn Jahre später werde eine weitere Person von der Vergangenheit eingeholt. „Es geht um Schuld und wie man mit etwas Verdrängtem umgeht“, verrät der Autor.
Aber wie konnte er innerhalb eines Jahres so viele Bücher produzieren? „Ich schreibe fast jeden Abend rund zweieinhalb Stunden, wenn die Kinder im Bett sind und meine Frau Serien schaut“, sagt Schirmer. Für ihn sei das ein toller Ausgleich nach der Arbeit.
Inspiriert werde er von Filmen und seinem beruflichen Hintergrund. Das Schreiben ist bislang aber nur ein Nebenerwerb: „Meine Reinerlöse liegen monatlich im Durchschnitt zwischen 75 und 100 Euro“, sagt der Krimiautor.