Vor rund einem Jahr stellte der Verein beispielsweise ein Konzert mit dem Sänger Oliver Perau alias Juliano Rossi auf die Beine. Und auch für das neue Jahr hat sich „Kul.Tour.Lese“ ordentlich was vorgenommen, der Programmfokus liegt auf musikalischen Acts.
Am Freitag, 6. Februar, kommen die „Treets“ in die katholische Kirche St. Hubertus am Wehweg. Beginn ist um 20 Uhr. Die Band widmet sich dabei alten Rock- und Popsongs, etwa von David Bowie und Elton John. „Wir wollen eine besondere Atmosphäre in der Kirche schaffen“, betont der Vereinsvorsitzende Henrik Heüveldop.
Und noch zwei weitere Konzerte sind geplant. Am Freitag, 21. August, tritt um 20 Uhr mit „Radius“ eine angesagte Funk- und Soulband beim Wennigser Kloster auf. „Alle zwei Jahre dürfen wir in den Innenhof, in der Sommerpause des Klosters“, erklärt Heüveldop. „Radius“ stehe für eingängige Musik, „wo man nicht stehen, sondern mitmachen will.“
Nur einen Tag später, am Samstag, 22. August, besucht die französische Jazz- und Popsängerin Myra Maud mit ihrer Band den Klosterinnenhof. Ein durchaus großer Name, schließlich trat sie auch bei der Eröffnungsfeier der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 in Frankfurt auf. In Wennigsen möchte sie mit ihrer Musik die berühmte Sängerin Nina Simone ehren. „Myra Maud hat eine Wahnsinnsstimme. Man bekommt Gänsehaut, wenn man sie hört“, freut sich Heüveldop. „Wir sind optimistisch, dass unser Programm gut ankommt.“
Dass „Kul.Tour.Lese“ auch nach bekannten Sängern Ausschau hält, „schreiben wir uns auf die Fahne“, betont der Vereinsvorsitzende. „Wir suchen Künstler mit Qualität.“ Dabei profitiere der Verein von einem guten Netzwerk und positiven Weiterempfehlungsraten, so Heüveldop.
So seien die Planungen „gut aufgegangen“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Finanziell habe „Kul.Tour.Lese“ sehr von den zahlreichen Sponsoren profitiert. „Das hilft uns schon, wenn wir die nicht hätten, könnten wir das so nicht durchführen.“ Schließlich seien Licht und Bühne auch teurer geworden, so Heüveldop – der Verein selbst verfüge über keine eigene Bühne. Das Motto von „Kul.Tour.Lese“: „Wir beschränken uns auf drei bis vier Veranstaltungen im Jahr, aber die wollen wir richtig gut machen.“
In diesem Jahr gelang das. „Wir sind echt zufrieden“, sagt Heüveldop. Das Programm war vielfältig – von Lesungen mit Hannovers Schauspielintendant Vasco Boenisch bis zu wilden Scheunenpartys in Argestorf. Heüveldop schätzt, dass im Schnitt 320 Menschen die Veranstaltungen besucht hätten. Ziel sei es nun, auch jüngere Menschen noch mehr abzuholen – die „hochqualitative Insidermusik“ und die „ausgefallenen Locations“ würden das hergeben, findet Heüveldop.
Auch Unterstützung in Form von aktiver Mithilfe sei gerne gesehen. „Wer Lust hat, bei Veranstaltungen mitzumachen, kann sich gerne über die Homepage melden“, so der Vereinsvorsitzende. Außerdem stünden Ausweichorte auf der Wunschliste des Vereins, gerade wenn das Wetter mal nicht mitspielt – Kontaktaufnahmen diesbezüglich sind ausdrücklich gewünscht.
Tickets zu den Veranstaltungen können bereits online über die Homepage www.kultourlese.de oder im Papierlädchen an der Neustadtstraße erworben werden. „Wir hoffen auf eine volle Kirche und eine gute Saison“, sagt Heüveldop.