Obi statt Hagebau in Empelde
Der Baumarkt wechselt zum Jahresbeginn 2026 die Marke.
Einige Läden in der Region Hannover stehen vor dieser Umstellung.

Bald ein Obi-Markt: Der Hagebau-Markt in Empelde ändert seine Markenzugehörigkeit.Foto: Ingo Rodriguez
Empelde. Im Ronnenberger Stadtteil Empelde gibt es bald keinen Hagebau mehr – aber dafür einen Obi-Markt. Insgesamt sieben Läden in der Region Hannover sowie dem näheren und weiteren Umland stehen vor dieser Umstellung. Der Betreiber bleibt derselbe, aber die Dachmarke wechselt.

Seit Jahrzehnten betreibt das Hildesheimer Familienunternehmen Stammelbach Karl Krüger GmbH & Co. KG in und um Hildesheim Hagebau-Märkte. Doch denen steht nun eine Umstellung bevor. Vom 1. Januar nächsten Jahres an laufen die Baumärkte als Obi-Märkte weiter. Das hat Stammelbach-Chef Karsten Krüger am Freitag angekündigt. Er verkaufe nichts, bleibe Betreiber und wechsle lediglich den Franchisegeber, betonte der Hildesheimer Unternehmer, der auch Vizepräsident der IHK Hannover ist, gegenüber dieser Redaktion.

Insgesamt betrifft der Wechsel von Hagebau zu Obi sieben Märkte, die Krügers Firma betreibt. Neben dem 2007 eröffneten großen Markt am Südrand von Hildesheim-Ochtersum sind dies die Niederlassungen in Sarstedt und Alfeld im Landkreis Hildesheim sowie in Holzminden, Seesen, Empelde (Region Hannover) und Gernrode (Sachsen-Anhalt). Die Niederlassungen in Hildesheim und Empelde zählen dann künftig zu den größten OBI-Märkten in Deutschland.

Der Markt in Empelde befindet sich in einer strategisch guten Lage an der Auffahrt zur Bundesstraße 65 an der Grenze zu Hannover-Badenstedt. Damit ist dieser Markt vor allem aus den westlichen Stadtteilen der Landeshauptstadt gut zu erreichen und hat in diesem Bereich quasi keine Konkurrenz.

Obi-Europachef Peter Tepaß betonte: „Es freut mich sehr, dass wir mit dem Familienunternehmen Stammelbach einen neuen Partner bei Obi begrüßen dürfen, der eine tiefe Expertise für unsere Branche sowie langjähriges lokales Unternehmertum mitbringt.“

Insgesamt beschäftigt Krügers Unternehmen 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hildesheimer versichert, dass deren Arbeitsplätze ebenso wie die Märkte insgesamt auch unter der neuen Flagge erhalten bleiben werden. Das gilt auch für den Markt in Empelde.

Karsten Krüger ist bundesweit nicht der einzige, der zum neuen Jahr mit seinen Märkten von Hagebau zu Obi wechselt. Zum 1. Januar 2026 folgen diesem Vorbild auch zwei bisherige Hagebau-Märkte in Neumünster sowie weitere bisherige Hagebau-Märkte in Verden, Hoya und Eutin zu Obi.

Zu Beginn dieses Jahres hatte sich bereits der bisher größte deutsche Hagebau-Markt in Landau Obi angeschlossen. Die Baumarkt-Kette hat eine regelrechte Expansions-Offensive gestartet. Ihr offizielles Ziel: Langfristig soll jeder Deutsche zumindest per Auto möglichst binnen 15 Minuten einen Obi-Markt erreichen können. Dabei setzt das Unternehmen verstärkt darauf, selbstständige Betreiber wie auch Karsten Krüger als Franchisenehmer zu gewinnen.

Zu seinen Beweggründen, warum er sich nach mehr als sechs Jahrzehnte währender Partnerschaft von Hagebau verabschiedet, wollte Karsten Krüger sich am Freitag nicht äußern. Allerdings sehen Beobachter die Hagebau-Kette, die ihren Sitz in Soltau hat, zunehmend in Schwierigkeiten – zumal bereits erste Händler abgesprungen waren und nun mit Krügers Entscheidung sieben Märkte auf einmal verloren gehen. Ein anderer Baumarkt-Betreiber, der Hagebau verlässt, monierte in einem Branchenmagazin vor allem, dass Hagebau im Online-Geschäft der Konkurrenz immer weiter hinterherhinke.

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